Montag, Februar 22, 2016

Fogging – Wenn die Wohnung schwarz wird. Was ist die Ursache?



Fogging hat meist eine Ursache aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren

Hier einige Infos dazu aus einem Bericht aus dem Portal Immonet. Im Zweifelasfall können Baubiologen helfen der Urschae auf den Grund zu gehen...

http://www.immonet.de/service/fogging.html?utm_source=googleplus&utm_medium=social&utm_campaign=gesundes-wohnen&utm_term=np&ia-pkpmtrack=100-6343136313236323131303-155-101-101&fb_action_ids=905520519561968&fb_action_types=og.recommends

Plötzlich ist alles schwarz. Dabei wurde die Wohnung erst vor kurzem renoviert. Ein schwarzer Schmierfilm überzieht die Wände der Räume, selbst Möbel und Stoffe können betroffen sein. Dabei ist man doch eigentlich sehr reinlich und putzt regelmäßig. Für jeden Bewohner ist so eine Situation ein Alptraum. „Phänomen schwarze Wohnung“ nennen Experten diese Erscheinungen, geläufig ist auch die Bezeichnung Fogging. Immonet erklärt, wie es zu Fogging kommen kann, was man am besten dagegen tut und wie man vorbeugt. 
Der Begriff Phänomen ist bewusst gewählt, schließlich tauchte es erst in den 90er Jahren plötzlich auf. Vermehrt klagten Wohnungs- und Hausbesitzer über die gleichen über Symptome.
Kennzeichen
Schwarze Beläge ziehen sich beim Fogging über Wände und Einrichtung. Dabei kann die Stärke des Befalls stark variieren: Einzelne schwarze Stellen sind ebenso möglich wie eine komplett schwarze Wohnung. In extremen Fällen legt sich der dunkle Film in den Haaren der Bewohner ab oder findet sich sogar im Kühlschrank, weiß Heinz-Jörn Moriske, Direktor der Beratungsstelle Umwelthygiene im Umweltbundesamt. Der Professor kennt aber auch kuriose Beispiele. „In einem Fall ist das Fogging nur aufgefallen, weil sich der weiße Pudel der Mieterin in der Wohnung immer schwarze Füße geholt hat.“
Doch es gibt in allen Fällen einige Gemeinsamkeiten: Das Phänomen tritt in erster Linie im Winter beziehungsweise in der Heizperiode auf und es betrifft Wohnungen, die erst kürzlich renoviert wurden. „Dabei kann die Renovierung aber bis zu einem knappen Jahr zurückliegen“, erklärt Moriske. Auffällig auch: Die schwarzen Beläge tauchen plötzlich auf, innerhalb von einigen Wochen, im schlimmsten Fall sind sie innerhalb von einem Tag da und breiten sich aus.
Unterscheidung Fogging und Schimmel
Die Belege wirken auf den ersten Blick wie Ruß oder Schimmel Sie sind aber immer schwarz-grau und fühlen sich schmierig und fettig an. Das kann man feststellen, wenn man die Tastprobe macht und mit den Fingern über die betroffenen Stellen fährt „Daran kann man auch den Unterschied zum Schimmel erkennen“, erklärt Moriske.
Im Gegensatz zu Schimmel gilt Fogging vor allem als ästhetisches, nicht als gesundheitliches Problem. „Bislang sind keine gesundheitlichen Gefährdungen bekannt. Aber eine Garantie gibt es nicht“, sagt Rita Maria Jünnemann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch der Experte für Umwelthygiene sieht das ähnlich. „Solange es sich nicht um ein massives Auftreten von Fogging handelt und zusätzlich Ruß auftritt, muss man sich keine akuten Sorgen machen.“  
Die Ursachen
Lange lagen die Ursachen für das Phänomen im Dunklen. Mittlerweile sind sich die Experten einig, dass Fogging durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ausgelöst wird. Hauptpunkt sind bestimmte chemische Substanzen und Verbindungen. Dazu gehören die sogenannten SVOCs, schwerflüchtige Kohlenwasserstoffverbindungen. Sie wurden seit den 90er Jahren vermehrt in Baumaterialien eingesetzt, was auch das plötzliche Auftreten erklärt. Sie sind aber auch in elektronischen Geräten zu finden. Weichmacher spielen ebenfalls eine Rolle. Auch Ausdünstungen von Tapeten und sogar Plastikgegenständen können ein auslösender Faktor sein.
Zu den chemischen Faktoren müssen allerdings weitere Aspekte hinzukommen. Wohnungen mit schlechten thermischen Eigenschaften sind stärker betroffen, da hier das Phänomen leichter sichtbar wird. Konkret heißt das: Dort wo Wärmebrücken auftreten oder unterschiedliche Wärmeeigenschaften von Baumaterialien zusammentreffen, setzen sich die Partikel vermehrt ab. „In der Praxis sehen wir die Ablagerungen oft dort, wo die Außenwände schlechtere Dämmeigenschaften aufweisen“, sagt Jünnemann. So habe sie bereits Fälle erlebt, bei denen sie am Fogging-Belag genau erkennen konnte, wo die schlechter isolierenden Fugen in der Wand verliefen. Der schwarze Schmierfilm habe sich in Streifen auf der Tapete abgesetzt, da es an diesen Stellen offensichtlich kälter war.
Die Nutzungsgewohnheiten spielen ebenfalls eine große Rolle. „Nur so lässt sich erklären, dass in neugebauten Miethäusern mit identischen Einheiten nur einzelne Wohnungen von dem Phänomen betroffen sind“, sagt Moriske. Wichtigster Punkt ist das Lüftungs- und Heizverhalten. Da das Lüften im Winter oft eingeschränkt wird, können sich die chemischen Substanzen, die oft über Jahre unbemerkt, also unriechbar, ausdünsten in der Raumluft vermehrt ansammeln. Durch das Heizen verändern sich die Luftströme in der Wohnung, Staub wird so zusätzlich aufgewirbelt.
Das verstärkte Abbrennen von rußenden Kerzen ist ebenfalls ein Faktor. Diskutiert wurde auch über Einflüsse von Kosmetika wie Haarspray.
Putzverhalten
„Viele Betroffene schämen sich, das Phänomen zu melden, weil sie fürchten, dass man ihnen unterstellt, nicht genügend sauber zu machen“, weiß Moriske. In Wahrheit sei jedoch das Gegenteil der Fall. „80 Prozent der Betroffenen sind Putzteufel. Sie reinigen ihre Wohnung häufiger als das Otto Normalverbraucher tut“, erklärt Moriske. Einen Zusammenhang sieht er durchaus: „Staub legt sich vor allem auf elektrostatisch aufgeladenen Flächen ab. Durch das Abwischen laden sich Kunststoffgegenstände auf, der Staub setzt sich dort erst recht ab.“ Zu beobachten sei Fogging auch oft auf und rund um Steckdosen, dort herrsche immer ein gewisses elektromagnetisches Feld, das die Ablagerungen begünstigt, erklärt Moriske.
So bekämpfen Sie Fogging
Sind die schwarzen Beläge einmal da, müssen sie entfernt werden. Moriske empfielt einfaches Spülmittel und Wasser, um den Fettfilm loszuwerden. Interessant: Auch Putzmittel stehen im Verdacht eine Rolle bei der Entstehung von Fogging zu spielen. Daher gilt hier: Weniger ist im Zweifel mehr. 
„Glatte Flächen reinigt man am besten mit üblichen Haushaltsreinigern“, rät Jünnemann. Bei Tapeten hilft nur die Entfernung. „Die Emissionen sitzen in den Tapeten, ganz ähnlich wie beim Schimmel“. Überstreichen bringt deswegen nichts, die Beläge kommen immer wieder zum Vorschein. Da hilft nur abreißen und neu tapezieren, am besten dann auch mit möglichst emissionsarmen Materialien.
Ein wichtiger Punkt: Nur weil alles neu ist, muss nicht alles besser werden. „Fogging ist in manchen Fällen schon drei oder viermal erneut aufgetreten“, berichtet Moriske. Für die Betroffenen ist das bitter. Deshalb stellt die Ursachensuche auch einen wichtigen Punkt bei der Bekämpfung des Phänomens dar.  
Die Ursachensuche
Jünnemann rät dazu sich bei der Ursachensuche Hilfe von einem Baubiologen zu holen. Sie analysieren die Raumluft respektive die Ablagerungen und können so feststellen, was als Ursache für das Fogging in Frage kommt. Hilfestellung geben auch Verbraucherzentralen, die örtlichen Gesundheitsämter und das Bundesumweltamt. Sie bieten Beratungen zum Thema oder haben Adressen seriöser Fachleute, die die Ursachen aufspüren.
Eine Garantie, dass die Schadstoffquellen vollständig aufgedeckt werden, gebe es allerdings nicht, schließlich sei das Zusammenspiel oft komplex. „Auch ein Labor kann die Ursachen nicht immer 100-prozentig aufklären“, schränkt Moriske ein. 
Wer nur leichte Probleme hat und selbst starke Vermutung für die Ursache hegt, kann eventuell auch ohne die Hilfe der Profis auskommen, erklärt Moriske. „Wem bewusst ist, dass er nach einer Renovierung zu wenig gelüftet und gleichzeitig häufig Kerzen abgebrannt hat, kann es zunächst mit einer Renovierung und Verhaltensänderung versuchen“, rät der Professor. „30 bis 40 Prozent der Fälle lassen sich so lösen und bleiben von einem erneuten Befall verschont.“ Eine professionelle Ursachensuche ist immer dann empfehlenswert, wenn das Fogging massiv oder wiederholt auftaucht. „Dann sind die 1000 bis 2000 Euro Kosten für die Untersuchung eines großen Hauses – bei Wohnungen sind die Kosten geringer – sehr gut angelegt. Mehrfache Renovierungen können deutlich teurer werden“, so Moriske. Nicht zu vergessen ist der Faktor Stress für die Betroffenen.
Wer zahlt für die Schäden?
Die Abwägung, ob man sich professionelle Hilfe bei der Ursachensuche holt, muss im Eigenheim der Besitzer treffen. Doch wie sieht es in einer Mietwohnung aus? Fogging und seine Folgen bedeuten auch einen erheblichen finanziellen Aufwand. Da ist die Frage, ob Mieter oder Vermieter diesen tragen, durchaus entscheidend. „Rund die Hälfte der Fälle geht leider mit Rechtsstreitigkeiten einher“, weiß der Professor.
Dabei wurde in Deutschland bereits ein Grundsatzurteil gefällt: Fogging gilt als Mangel des Mietobjektes. „Das bedeutet, dass die Beweislast beim Besitzer liegt zu zeigen, dass nicht er die Mängel verursacht hat.“ Zudem könne der Mieter die Miete kürzen.
Moriske empfiehlt Mietern, den Vermieter bei Fogging sofort zu informieren, sich mit ihm über das weitere Vorgehen (Ursachensuche und Renovierung) zu einigen und es erst mal mit Argumenten zu versuchen.
Schließlich liege es ohnehin im Interesse des Vermieters die Ursachen zu ermitteln, denn ein erneuter Befall bedeutet Kosten und verlorene Einnahmen, wenn der Mieter deswegen auszieht. „Und die Faktoren, die zur Entstehung beitragen, können ja auch im Gebäude stecken“, so Moriske.
So beugen Sie vor
Wer auf seine Gesundheit Wert legt, wird bei der Renovierung ohnehin auf die verwendeten Baumaterialien achten. Moriske und das Umweltbundesamt empfehlen Produkte, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind. „Diese sind heutzutage darauf geprüft, keine Fogging-relevanten Substanzen zu enthalten“, erklärt der Professor. Für den Verbraucher gibt das Kennzeichen im verwirrenden Dschungel der Produkte und verschiedenen chemischen Substanzen jedenfalls eine gute Orientierung.
Experten raten zudem auf bestimmte Materialien ganz zu verzichten: Vinyltapeten, PVC-Bodenbeläge, Teppichkleber gehören genauso dazu wie Linoleum, das nicht immer „Natur pur“ sei, so Moriske. „Linoleum sollte dann nicht verwendet werden, wenn man schon mal ein Fogging-Problem hatte.“ Zudem sollen Materialien nur mit den empfohlenen Komponenten verarbeitet werden, um unerwünschte chemische Reaktionen zu vermeiden. So können zum Beispiel Tapeten mit einem falschen Tapetenkleister bearbeitet zu unangenehmen Ausdünstungen führen.
Wer einmal von der schwarzen Wohnung betroffen war, muss besonders umsichtig sein, empfiehlt Moriske. „Nach der Renovierung sollte man über lange Zeiträume intensiv lüften. Auch dann, wenn es in den Räumen gar nicht riecht“, betont der Fachmann. Schließlich sind viele schwerflüchtige Stoffe wie Weichmacher mit der menschlichen Nase nicht wahrnehmbar. Zur Vorbeugung gehört auch, dass man insbesondere im ersten Winter auf Kerzen, Räucherstäbchen und das Heizen mit dem offenen Kamin  verzichtet. „Wer eine offene Wohnküche besitzt, tut gut daran, zu prüfen, ob das Abzugssystem einwandfrei arbeitet“, so Moriske.
Ein Tipp gilt aber für  alle Haushalte: „In der Heizperiode ist bewusstes Heizen und Lüften angebracht. Ein guter und regelmäßiger Luftaustausch ist für das Klima in der Wohnung wichtig“, betont die Energiereferentin Jünnemann. Dabei gilt: Mehrmals am Tag stoßlüften und auf Kippfenster verzichten. Das spart Energie und sorgt für eine gute Luftqualität. „Darüber hinaus gilt, dass alle Räume einer Wohnung lieber gleichmäßig warm gehalten werden anstatt sporadisch oder nur einzelne Räume zu heizen.“
Quelle:

http://www.immonet.de/service/fogging.html?utm_source=googleplus&utm_medium=social&utm_campaign=gesundes-wohnen&utm_term=np&ia-pkpmtrack=100-6343136313236323131303-155-101-101&fb_action_ids=905520519561968&fb_action_types=og.recommends

Mittwoch, Februar 03, 2016

Der Schadstoff Formaldehyd ist immer noch eine aktuelle Wohngiftbelastung

Zwar geben neue Bauprodukte meist weniger Formaldehyd ab als früher,
aber wenn man viel von diesen Bauprodukten nutzt wie Spanplatten, OSB-Platten Presspanmöbel etc. kann schnell die Konzentration in der Atemluft eine Gesundheitsbelastung bedeuten.

Insbesondere wirken sich heutzutage viele Schadstoffe wesentlich stärker in der Raumluft aus, da die Häuser immer dichter werden und zuwenig gelüftet wird.


Im April 2015 hat die EU Formaldehyd rechtsverbindlich als wahrscheinlich Krebs erregend beim Menschen eingestuft und hat sich damit der Meinung der WHO angeschlossen. Die WHO empfiehlt deswegen einen Richtwert in der Atemluft von höchstens 100 μg/m3 (Mikrogramm Formaldehyd pro Kubikmeter Luft).

Nutzen Sie lieber unbelastete Naturmaterialien und lassen Sie im Zweifelsfall Ihre Raumluft vom Baubiologen überprüfen.

Ihr Baubiologe Ralf Holtrup

Den gesamten Bericht von Biolysa hierzu finden Sie hier:

http://www.lifepr.de/pressemitteilung/biolysa-ev/Formaldehyd-als-Schadstoff-ist-zurueck-tatsaechlich-war-es-nie-weg/boxid/573336