Montag, April 24, 2017

Krebs durch Mobilfunk? - Gericht erkennt Tumor durch Handy-Strahlung als Berufskrankheit an

Tumor durch Handy ist offiziell Berufskrankheit

Eine Verstopfung im Ohr entpuppte sich als Tumor. Schuld daran ist das Handy, wie nun erstmals überhaupt anerkannt wurde.


Ein Gericht in Italien hat einen Gehirntumor als Folge häufigen beruflichen Handy-Telefonierens eines inzwischen 57-jährigen Klägers anerkannt. Der Richterspruch vom 11. April wurde von den Justizbehörden in Ivrea im Nordwesten des Landes erst am Donnerstag publiziert. Der Geschädigte, Roberto Romeo, soll wegen des dauerhaften Hörschadens von der Unfallversicherung monatlich 500 Euro bekommen. Weltweit hat erstmals ein Gericht die unsachgemässe Verwendung eines Handys als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt», erklärten die Anwälte Stefano Bertone und Renato Ambrosio zu dem Fall.

Pressetext:
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/im-norditalienischen-ivrea-gericht-erkennt-tumor-durch-handy-strahlung-als-berufskrankheit-an_id_7000355.html




Krank durch Telefonieren: Ein italienisches Gericht hat häufiges berufliches Handy-Telefonieren als Ursache eines Gehirntumors anerkannt. Die Anwälte des inzwischen 57-jährigen Klägers Roberto Romeo sprachen am Donnerstag von einer Weltpremiere.

Dienstag, April 18, 2017

Mögliche Krebsgefahr durch Anreicherung von Radon im eigenen Haus



Radioaktivität ist in Deutschland allgegenwärtig. Nicht deswegen, weil zur Zeit wieder in ganz Deutschland nach einem Endlager für Abfälle aus Atomkraftwerken gesucht wird, sondern weil Radongas natürlicherweise überall aus dem Boden austritt.

Radon ist ein Zerfallsprodukt des im Boden vorkommenden Uran-235, welches über Radium-226 zu dem Edelgas Radon-222 zerfällt. Die Halbwertszeit des Radon-222 beträgt 3,8 Tage. Es kann sich also leicht in Gebäuden anreichern, weil es recht stabil ist.

Unter Normalbedingungen ist das Gas farb-, geruch- und geschmacklos, kann also mit den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrgenommen werden.

Es zerfällt unter Freisetzung von Helium-Ionen, sogenannten Alpha-Teilchen, die zu den ionisierenden Strahlen gehören. "Wird Radon eingeatmet, schädigt diese Strahlung das Lungengewebe", erklärt der Baubiologe Ralf Holtrup  aus dem Münsterland. "Die Lungenschädigung kann zunächst harmlos sein, kann jedoch bei langfristiger Belastung auch zu Lungenkrebs führen!"

Ralf Holtrup ist Betreiberin einer Beratungsstelle des Baubiologen-Vereins BIOLYSA e.V, dessen Mitglieder in ganz Deutschland vertreten sind und auch Messungen von Radon in Gebäuden durchführen.

Der Sachverständige weiter: "Lungenkrebs ist in Deutschland eine häufige Todesursache. Neben Rauchern sind auch Bewohner von meist älteren Häusern betroffen, in die aus dem Erdreich kommendes Radon eindringt. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 7-10% der Lungenkrebsfälle in Deutschland auf das Edelgas und dessen Zerfallsprodukte zurückgeführt werden können."

Die Vorkommen an Radon-Gas in Deutschland sind nicht flächendeckend. Sie konzentrieren sich in den Mittelgebirgen und sind abhängig vom Auftreten bestimmter Gesteinsarten und der Beschaffenheit der Böden. Jedoch kann man sich an der Küste oder im Flachland nicht sicher fühlen. Die im Internet verfügbare "Radonkarte Deutschland" verweist zwar auf die Radonkonzentration in der jeweiligen Region, ist aber extrem ungenau. Das eigene Risiko kann immer nur mit mehrwöchigen Langzeitmessungen mit speziellen Messgeräten abgeschätzt werden.

Holtrup: "Das Auftreten von Radon in den eigenen vier Wänden hängt vom Bauzustand ab. Erdberührte Hauspartien wie die Bodenplatte, die möglicherweise Risse aufweist oder nicht richtig abgedichtet ist, lassen Bodenluft eintreten und bergen somit oft unsichtbare Gefahren." Je undichter Böden und Wände seien, desto höher sei das Risiko!

"Auch Fenster unter dem Bodenniveau sind eine Eindringpforte. Und das Gas bleibt nicht in den Kellerräumen, sondern verteilt sich im ganzen Haus. Bei den heutigen sehr dicht schließenden Fenstern reichert es sich im Extremfall gerade in Wohnräumen stark an."

Gesetzliche Regelungen mit verbindlichen Grenzwerten existieren in Deutschland nicht.

Um das radonbedingte Lungenkrebsrisiko zu senken, muss momentan eine europäische Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. Dabei gibt es in Deutschland jedoch Uneinigkeit über die Höhe der tolerablen Radon-Konzentration in Aufenthaltsräumen, dem "Referenzwert" in Becquerel pro Kubikmeter.

Wichtige Fachorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO und deutsche Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie, AIR (Ausschuss für Innenraumrichtwerte), sowie das Bundesamt für Strahlenschutz sind eher für einen niedrigen Grenzwert von 100 Bq/m³.

Die süddeutschen Bundesländer, wo Radonprobleme in Gebäuden bekannter sind, befürworten eher 300 Bq/m³. Es gibt Bedenken, dass 100 Bq/m³ sei bei Sanierungen schwer erreichbar, zu aufwändig und zu teuer seien.

Der Fachmann dazu:" Sanierungserfolge jedoch zeigen, dass 100 Bq/m³ machbar und bezahlbar sind. Beim Neubau sind 100 Bq/m³ mit entsprechenden Verfahren und Materialien kein Problem mehr. Man geht auch davon aus, dass das Lungenkrebsrisiko mit jedem Anstieg um 100 Becquerel pro Kubikmeter um 10% zunimmt."

Werden bei Langzeitmessungen kritische Messwerte erreicht, sollten Maßnahmen zur Verringerung des Strahlungsrisikos ergriffen werden. Mit verschiedenen lüftungs- und bautechnischen Methoden und der Abdichtung von Rissen und Fugen in der Bodenplatte kann Radon dauerhaft aus einem Gebäude herausgehalten werden. Ist das nicht möglich, muss zumindest eine Anreicherung in der Raumluft und ein Aufsteigen des Gases in höher liegende Wohnräume verhindert werden.

Ralf Holtrup empfiehlt allen gesundheitsbewussten Menschen, die in entsprechend gefährdeten Häusern wohnen, in jedem Fall die Untersuchung ihrer Häuser oder Wohnungen auf Radon. "Das ist nicht sehr teuer und schafft Sicherheit, was die Luftbelastung anbelangt. Von Feinstaub und Stickoxiden spricht momentan jeder, aber Radon wird immer noch völlig unterschätzt!"

Weitere Infos erhalten Sie bei www.baubiologie-holtrup.de

Dienstag, Januar 24, 2017

Feuchtigkeit und Schimmel im Haus - Vortrag in Osnabrück 01.02.17


Feuchtigkeit und Schimmel im Haus – Erfolgreich vorbeugen und bekämpfen
Feuchtigkeit und Schimmelpilz in der Wohnung oder im Haus sind mit das am meisten verbreitete Ärgernis für Mieter, Vermieter und Eigentümer und betreffen heute bereits jeden dritten Haushalt. Dabei können Schimmelpilze nicht nur zu Schäden der Bausubstanz führen, sie können sich auch sehr negativ auf das Raumklima und damit vor allem auf die Gesundheit auswirken und diese schwer beeinträchtigen. Der Baubiologe und Sachverständige Ralf Holtrup gibt Ihnen Hinweise zu den Ursachen sowie Tipps zur Vorsorge, Vermeidung und Bekämpfung. Expertenvortrag mit Ralf Holtrup, Baubiologe IBN u. Sachverständiger für Schimmelpilze (TÜV)

01.02.17  NOZ Medienzentr., Breiter Gang/Berliner Platz, 19 Uhr, 8 €
Link zum Vortrag: http://deinticket.de/events/feuchtigkeit-und-schimmel-im-haus/

Mittwoch, Januar 11, 2017

In jeder zweiten Wohnung gedeiht der Schimmelpilz

Auszug aus dem Bericht aus welt.de  :

Laut Stiftung Warentest leben die mykotischen Mitbewohner bereits in jedem zweiten deutschen Haushalt, und der Mikrobiologe Axel Schmidt von der Universität Witten-Herdecke würde sogar noch weitergehen: "Wenn man genau hinschaut, wird man wohl in jedem Haushalt irgendwo welche finden." Der Grund für diese Epidemie: Der Mensch wohnt heute viel perfekter als noch vor 30 Jahren. So schickt er jetzt erheblich mehr Feuchtigkeit durch die Räume, weil er öfter duscht, und die Zimmer werden auf T-Shirt-Temperaturen hochgeheizt.
Problematisch ist aber auch, dass der Innenraum im Bestreben nach Energieersparnis und Lärmschutz geradezu hermetisch von außen abgeschottet wird. "In Studien hat man tatsächlich Wohnungen gefunden, deren Fenster- und Türenabdichtung derart gut war, dass der Luftdruck beim Aufpumpen durch eine Spezialtür immer weiter anstieg", berichtet Schmidt.

Auf diese Weise bilde sich dort ein feucht-warmes Milieu, das für den Wohnungsschimmel geradezu ideale Lebensbedingungen bietet. Wobei es durchaus Schimmelarten gibt, die noch unter Minustemperaturen gedeihen, und eine Penicillium-Spezies wächst sogar noch in einer 40-prozentigen Kupfersulfatlösung, die normalerweise – unter dem Namen "Bordeauxbrühe" – als Fungizid im Weinbau eingesetzt wird.
Einig sind sich jedoch alle Innenraumpilze in ihrem Bedürfnis nach viel Wandfeuchtigkeit, nämlich mindestens 65, am besten aber 85 bis 95 Prozent. Und die bilden sich beispielsweise, wenn der Schlagregen an die Außenwand prasselt und ins Innere drückt. Oder bei Neubauten, wenn die Restfeuchtigkeit im Zement oder Mörtel noch abdampfen muss.
Der bedeutsamste Nässeerzeuger ist jedoch die Temperaturdifferenz. So führen im Winter niedrige Außen- und höhere Innentemperaturen schnell zum Tauwasserausfall an den Innenwänden. Doch auch ein Temperaturgefälle innerhalb der Wohnung kann problematisch sein. "Im Schlafzimmer ist es oft besonders kühl, sodass dort bevorzugt der Wasserdampf aus Küche, Bad und Wohnzimmer kondensiert und für feuchte Wände sorgt", warnt Klaus Sedlbauer vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Bauphysik. Deswegen finde man dort relativ häufig Schimmelpilze.

Tipp: 2- 4 x täglich Stoßlüftung und angemessen kontinuierlich heizen !
Hier entsteht die Feuchtigkeit...  

 Quelle: https://www.welt.de/channels-extern/ipad3_welthd/b_welt_ipad3/wissen_b_ipad3/article13728011/In-jedem-zweiten-Haushalt-gedeiht-der-Schimmelpilz.html

Sind die Schimmelprobleme bereits da? Kontaktieren Sie einen Baubiologe oder Sachverständigen für Schimmelpilze 
www.baubiologie-holtrup.de

Freitag, August 05, 2016

Wasserschaden in der Wohnung oder im Haus



 Tropfende Schläuche Spül- oder Waschmaschine oder undichte Anschlüsse an Abflüssen von Waschbecken oder Wannen haben viele schon erlebt. Und meist ist der Schaden gering, wenn der Schaden schnell bemerkt und repariert wird.

Aber wenn so etwas über längere Zeit unentdeckt bleibt, oder wenn dadurch in kurzer Zeit große Wassermengen austreten, dann kann schnell ein großes Problem entstehen.

Oft sickert das Wasser in den Bodenaufbau und man hat einen wirklich schwimmenden Estrich im wahrsten Sinne des Wortes. In der Folge verfärben sich oft die Wandflächen im Bereich der Randleisten bis etwa 50 cm über dem Boden, weil das Wasser den Putz durchfeuchtet und langsam in die Raumluft verdunstet. Oft ist das Ganze kombiniert mit Schimmelwachstum. Nicht selten wird der ganze Schaden erst erkannt, wenn der Schimmel sichtbar wächst oder es im Zimmer muffig riecht.

Das alles kann auch passieren, wenn es einen akuten Wasserschaden gibt, dessen Folgen nach dem Beheben der direkten Ursache aber nicht sachgerecht getrocknet werden, oder wenn die Trocknung erst nach einigen Tagen oder Wochen beginnt.

Die in den Bodenaufbau eingedrungene Wassermenge verteilt sich flächig in den Dämm- und Trennschichten unterhalb des Estrichs und durchfeuchtet diese mehr oder weniger stark. Schon nach drei Tagen ohne Trocknungsmaßnahmen kann es zu einem massiven Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen kommen. Muffige Gerüche, Anreicherungen von zum Teil gesundheitlich problematischen Stoffwechsel-Ausdünstungen und bedenkliche Mengen an Schimmelsporen in der Raumluft können die Folgen sein. Diese Stoffe gelangen in der Regel über die Randfugen zwischen Estrich und Wandflächen in die Räume.

 Schnelles Handeln ist deswegen angezeigt, man sollte nicht erwarten, dass die Feuchtigkeit von alleine abtrocknet. Sobald der Schaden erkannt ist, sollte man einen Sachverständigen konsultieren und  professionelles Trocknungsunternehmen oder einen Schimmelsanierer beauftragen, Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Das Aufstellen von Entfeuchtungsgeräten aus dem Baumarkt ist in bewohnten Räumen keinesfalls ausreichend. Selbst umfassende Trocknungen allein sind oft nicht sachdienlich. Niemand kann ohne Eröffnung des Estrichs sicher sein, dass der Untergrund vollkommen getrocknet ist und es kann auch keiner behaupten, dass alle Mikroorganismen, die sich während der Feuchteeinwirkung entwickelt haben auch wieder vollständig verschwunden sind. In Leichtbauwänden können die rückwärtigen Plattenoberflächen noch vollständig verschimmelt sein und manche Materialien wie z.B. Porenbeton können komplett vollgesaugt und durchwachsen sein.

Es kommt oft vor, dass nach einer bloßen Trocknung ohne Entfernung der tatsächlich oder möglicherweise kontaminierten Baustoffe noch eine signifikante Schimmelbelastung der Raumluft vorliegt.

Gerade wenn eine Versicherung in den Fall eingeschaltet ist, sollte man sich auf eine Richtlinie (die VdS 3151) der Sachversicherer berufen, die in der Regel ein schriftlich ausgearbeitetes Konzept für die Sanierung und eine Erfolgskontrolle fordert. Die dort niedergelegten Verfahrensweisen sind auch nützlich für jede andere Sanierung eines Feuchteschadens.

Um den Erfolg solcher Maßnahmen nachzuweisen, sollte deshalb nach einem Wasserschaden, spätestens nach den Trocknungsmaßnahmen, ein Gutachter für Schimmelschäden eingeschaltet werden. Dabei sollte man sich nicht nur auf die Gutachter der Versicherungen oder jene der Sanierer oder Trockner verlassen. Unabhängige Gutachter sind in jedem Fall zu bevorzugen. Sie werden die Situation neutral und sachlich beurteilen und haben keine wirtschaftlichen Überlegungen im Hinterkopf.

Die Versicherer selbst haben eine Richtlinie herausgegeben. Auf diese Weise hat man auch bei evtl. Folgeschäden gute Karten und kann seine Ansprüche entsprechend überzeugend durchsetzen!"

Weitere Infos erhalten Sie bei www.baubiologie-holtrup.de

Donnerstag, Juli 28, 2016

Wohngifte / Schadstoffe in Fertighäusern


Die Schadstoffe in Fertighäusern aus den 60-er bis 80-er Jahren  können auch nach Jahrzehnten noch belastend sein und krank machen. Und wenn das Haus verkauft werden soll gibt es häufg Ärger über Sanirungskosten und den Wert der Immobilie

Experten schätzen, dass es heute noch rund 700.000 ältere Fertighäuser gibt, die solche Probleme aufweisen könnten. Erst im Dezember 1989 wurden die hochgiftigen Biozide verboten. Bis dahin war nach  DIN 68800 die chemische Behandlung sogar staatlich vorgeschrieben.

Fertighäuser aus der Zeit sollten überprüft werden auf mögl. Belastungen durch Holzschutzmittel, Cloransisole und Formaldehyd. Manchmal kann auch Asbest und Schimmel ein Thema sein...
Mehr dazu in diesem Bericht...
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/gift-haeuser-100.html



Fertighausanalysen und baubiologischen Immobiliencheck bietet www.baubiologie-holtrup.de


Donnerstag, Juni 30, 2016

Lüftungs-Tipps für den Sommer gegen Schimmel



·        Lüften Sie frühmorgens,  in den Abendstunden und nachts  wenn die Temperaturen geringer sind, denn die warme feuchte Luft der Sommertage soll schließlich draußen bleiben.
·        Die Fenster sollten tagsüber komplett geschlossen bleiben. Hat man die Hitze und Feuchte erstmal in die Wohnung gebeten, ist es schwer, sie wieder raus zu kriegen.
·        Messen Sie mithilfe eines Hygrometers regelmäßig den Raumluftfeuchtigkeitsgehalt. Außerdem sollten Sie mit einem zweiten Hygrometer, das Sie im Freien anbringen, auch den Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft im Blick behalten. Problematisch sind im Sommer dauerhafte Innenraumfeuchtewerte über 70 %.
·        Wenn die Außenluft weniger Luftfeuchte enthält, als die Zimmerluft, können Sie lüften (außer tagsüber bei warmen Temperaturen, da die absolute Feuchte dann außen höher ist!
Bsp: Außen: 28 °C, 60 % Feuchte = 16,7
g/m3 , Innen: 28 °C, 60 % Feuchte = 13,85 g/m3)
·        Öffnen Sie dann Ihre Fenster, soweit es geht. Im Idealfall schaffen Sie einen Durchzug, indem Sie zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen. Auf diese Weise geht der Luftaustausch am schnellsten und am effektivsten vonstatten.
·        Kipplüftung macht nur nachts – besonders im Schlafzimmer Sinn
·        Luftbewegung durch Ventilatoren macht die Luft erträglicher und vermeidet Schimmelbildung
·        Keine Wäsche in der Wohnung trocknen!
·        Besonders gefährdet sind kühle Wohnungen und Kellerräume
·        Beim Übergang zum Herbst sollten möglichst frühzeitig die Heizungen aktiviert werden 

Schimmel entsteht nicht nur im Winter auch im Sommer sind Sie vor der Schimmelbildung nicht gefeit. Besonders im Schlafzimmer kann sich bei falschem Lüftungsverhalten der gefürchtete Pilz rasch entwickeln. Aber im Sommer muss ganz anders gelüftet werden!

 
Im Sommer finden Pilzsporen die idealen Bedingungen vor, die sie zum Ausbreiten benötigen. Es ist warm und es ist feucht – und das nicht nur an schwülen Tagen. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Deshalb ist beim Lüften im Sommer Vorsicht geboten – vor allem in kühlen Wohnungen und Kellerräumen. Zu viel Feuchtigkeit begünstigt Schimmel - und den wollen wir nun wirklich nicht in der Wohnung haben.

Schimmel in Gebäuden wird in der Regel als Winterproblem angesehen. Doch auch der Sommer bietet beste Voraussetzungen für den unliebsamen Befall. Häufigste Ursache im Sommer ist hier das sogenannte Sommerkondensat. Kalte Außenmauern, vor allem in Altbauten, oder andere kühle Gebäudeteile wie zum Beispiel Rohre oder Betonflächen erwärmen sich im Sommer erst mit zeitlicher Verzögerung oder bleiben prinzipiell kälter als ihre Umgebung. Wenn nun die warme Sommerluft von außen in die Wohnung gelangt, kühlt diese an den entsprechenden, kälteren Stellen ab. Der Taupunkt wird unterschritten und die Feuchtigkeit der wärmeren Luft schlägt sich als Kondensat nieder. – Wie bei der kühlen Bierflasche draußen!

Die Raumluftfeuchte im Sommer kann schnell über 70 % gehen und steigt manchmal auf über 80 %. Das sind ideale Wachstumsbedingungen für Schimmel. Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 70 % sollte daher durch gute Lüftungsmaßnahmen das Schimmel-Risiko reduziert werden.

Falls die Luftfeuchtigkeit nicht mehr reduziert werden kann ist der zwischenzeitige Einsatz eines Raumluftentfeuchters sinnvoll !

Viele Keller sind alleine durch falsches Lüften feucht geworden! Für Kellerräume ist daher ein automatisches Lüftungssystem zu empfehlen mit Feuchtesteuerung mit Hilfe von Feuchtesensoren der Innen- und Außenklimawerte.

Weitere Infos und Beratung bietet der Schimmel-Sachverständige Ralf Holtrup : www.baubiologie-holtrup.de