Donnerstag, Juni 30, 2016

Lüftungs-Tipps für den Sommer gegen Schimmel



·        Lüften Sie frühmorgens,  in den Abendstunden und nachts  wenn die Temperaturen geringer sind, denn die warme feuchte Luft der Sommertage soll schließlich draußen bleiben.
·        Die Fenster sollten tagsüber komplett geschlossen bleiben. Hat man die Hitze und Feuchte erstmal in die Wohnung gebeten, ist es schwer, sie wieder raus zu kriegen.
·        Messen Sie mithilfe eines Hygrometers regelmäßig den Raumluftfeuchtigkeitsgehalt. Außerdem sollten Sie mit einem zweiten Hygrometer, das Sie im Freien anbringen, auch den Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft im Blick behalten. Problematisch sind im Sommer dauerhafte Innenraumfeuchtewerte über 70 %.
·        Wenn die Außenluft weniger Luftfeuchte enthält, als die Zimmerluft, können Sie lüften (außer tagsüber bei warmen Temperaturen, da die absolute Feuchte dann außen höher ist!
Bsp: Außen: 28 °C, 60 % Feuchte = 16,7
g/m3 , Innen: 28 °C, 60 % Feuchte = 13,85 g/m3)
·        Öffnen Sie dann Ihre Fenster, soweit es geht. Im Idealfall schaffen Sie einen Durchzug, indem Sie zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen. Auf diese Weise geht der Luftaustausch am schnellsten und am effektivsten vonstatten.
·        Kipplüftung macht nur nachts – besonders im Schlafzimmer Sinn
·        Luftbewegung durch Ventilatoren macht die Luft erträglicher und vermeidet Schimmelbildung
·        Keine Wäsche in der Wohnung trocknen!
·        Besonders gefährdet sind kühle Wohnungen und Kellerräume
·        Beim Übergang zum Herbst sollten möglichst frühzeitig die Heizungen aktiviert werden 

Schimmel entsteht nicht nur im Winter auch im Sommer sind Sie vor der Schimmelbildung nicht gefeit. Besonders im Schlafzimmer kann sich bei falschem Lüftungsverhalten der gefürchtete Pilz rasch entwickeln. Aber im Sommer muss ganz anders gelüftet werden!

 
Im Sommer finden Pilzsporen die idealen Bedingungen vor, die sie zum Ausbreiten benötigen. Es ist warm und es ist feucht – und das nicht nur an schwülen Tagen. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Deshalb ist beim Lüften im Sommer Vorsicht geboten – vor allem in kühlen Wohnungen und Kellerräumen. Zu viel Feuchtigkeit begünstigt Schimmel - und den wollen wir nun wirklich nicht in der Wohnung haben.

Schimmel in Gebäuden wird in der Regel als Winterproblem angesehen. Doch auch der Sommer bietet beste Voraussetzungen für den unliebsamen Befall. Häufigste Ursache im Sommer ist hier das sogenannte Sommerkondensat. Kalte Außenmauern, vor allem in Altbauten, oder andere kühle Gebäudeteile wie zum Beispiel Rohre oder Betonflächen erwärmen sich im Sommer erst mit zeitlicher Verzögerung oder bleiben prinzipiell kälter als ihre Umgebung. Wenn nun die warme Sommerluft von außen in die Wohnung gelangt, kühlt diese an den entsprechenden, kälteren Stellen ab. Der Taupunkt wird unterschritten und die Feuchtigkeit der wärmeren Luft schlägt sich als Kondensat nieder. – Wie bei der kühlen Bierflasche draußen!

Die Raumluftfeuchte im Sommer kann schnell über 70 % gehen und steigt manchmal auf über 80 %. Das sind ideale Wachstumsbedingungen für Schimmel. Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 70 % sollte daher durch gute Lüftungsmaßnahmen das Schimmel-Risiko reduziert werden.

Falls die Luftfeuchtigkeit nicht mehr reduziert werden kann ist der zwischenzeitige Einsatz eines Raumluftentfeuchters sinnvoll !

Viele Keller sind alleine durch falsches Lüften feucht geworden! Für Kellerräume ist daher ein automatisches Lüftungssystem zu empfehlen mit Feuchtesteuerung mit Hilfe von Feuchtesensoren der Innen- und Außenklimawerte.

Weitere Infos und Beratung bietet der Schimmel-Sachverständige Ralf Holtrup : www.baubiologie-holtrup.de

Dienstag, Mai 24, 2016

Schimmel im Neubau - jeder zweite betroffen...

Bei Neubau gelangen oft bis zu 20000 Liter Wasser in den Rohbau. Ein Haus wird aus wirtschaftlichen Gründen in kürzester Zeit hochgezogen und die Fenster und Türen eingebaut. Aus Energiespargründen soll die Außenhülle des Hauses möglichst dicht sein. Was aus energetischer Sicht gut ist, ist aber aus feuchtetechnischer Sicht fatal. Das Wasser aus der Bausubstanz wird an die Raumluft abgegeben und erhöht somit die Raumluftfeuchte. Wird nicht ausreichend dafür gesorgt, dass die Feuchtigkeit aus dem Haus entweichen kann, kommt es innerhalb kürzester Zeit zu einer Schimmelpilzbildung. Der Schimmel kann auch am Anfang unentdeckt bleiben, wenn zum Beispiel Hohlräume oder die Estrichdämmung betroffen sind. Nicht selten ist auch der Dachboden und die Dämmung betroffen.
Der Dachboden ist manchmal bereits in der Bauphase betroffen, wenn der Dachbereich noch ungedämmt ist und die Bodentreppe noch nicht eingebaut ist. Hier zieht die Feuchtigkeit aus den unteren Bereichen wie beim Kamineffekt nach oben und kondensiert hier an den Dachinnenflächen.


Es muss also darauf geachtet werden, dass der Neubau in der Bauzeit, aber auch danach sehr gut gelüftet und geheizt wird. Auch eine technische Trocknung kann durchaus sinnvoll sein. Nicht zuletzt kommen die heutigen dichten Häuser sowieso kaum noch ohne technische Lüftung aus um Feuchte und Schimmel zu vermeiden und ein gesundes Raumklima zu gewähren.
Es gibt aber bei neuen Häusern auch andere Ursachen für Schimmelpilzbildungen. So können undichte Frisch- oder Abwasserleitungen dafür sorgen, dass Wasser in die Bausubstanz gelangt.
Ist der Schimmelpilzschaden erst mal da, sollten Sie unverzüglich handeln. Als erstes sollten Sie einen unabhängigen Sachverständigen oder Baubiologen zu Rate ziehen.  Er kann unabhängig von wirtschaftlichen Interessen die richtigen Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise geben und die Sanierung begleiten. Wichtig ist, dass der Schimmelpilzbefall fach- und sachgerecht entfernt wird. Natürlich ist es auch zwingend erforderlich, die Ursache zu erkennen und zu beseitigen.
Nach der erfolgten Sanierung sollte der Baubiologe mit einer Freimessung den Sanierungserfolg überprüfen. So können Sie sicher sein, dass es keine verdeckten Gesundheitsgefahren in Ihrem neuen Zuhause durch Schimmelpilze mehr gibt.
Aktueller Bericht:
 

Dienstag, April 26, 2016

Störender Geruch im Haus? Baubiologen als Detektive für Geruch und Schadstoffe

"In meiner Wohnung riecht es so komisch und ich habe morgens auch immer so ein Kratzen im Hals. Können Sie da mal die Luft untersuchen?"

So oder ähnlich beginnen oft Anfragen an uns Baubiologen...

Bei solchen Untersuchungen kann man aber nur das finden kann, wonach man sucht. Das klingt erst einmal unverständlich. Aber wenn man sich verdeutlicht, wie viele chemische Stoffe es gibt, die geruchsauffällig sein und/oder zu gesundheitlichen Beschwerden führen können, kann man verstehen, dass nur eine gezielte Probenahme mit anschließender darauf abgestimmter Laboruntersuchung zum Ziel führen kann.

Daher steht eine gründliche Bestandsaufnahme immer am Anfang, bei der das weitere Vorgehen festgelegt wird.

Holtrup und seine Kolleginnen und Kollegen vom bundesweit tätigen Verein der Baubiologen Biolysa e.V. können dabei auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen.

Stehen z.B. die Probleme zeitlich in einem Zusammenhang mit der Anschaffung neuer Möbel oder anderer Einrichtungsgegenstände, könnte eine Untersuchung auf Formaldehyd, das aus Spanplatten ausgasen kann, sinnvoll sein. Wollteppiche werden häufig mit Insektiziden wie Permethrin gegen Mottenbefall imprägniert.

Riecht es in Fertighäusern, die insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren gebaut wurden, schimmelig-muffig, sind neben Schimmelpilzbefall auch Holzschutzmittel wie PCP zu vermuten, deren Umsetzungsprodukte ähnlich riechen.

Teerartiger Geruch in Fußbodennähe lässt eventuell einen Rückschluss auf Parkett- oder Fliesenkleber zu, der polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten kann.

Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.

Die Baubiologen von Biolysa e.V. verfügen über modernste Gerätetechnik zum Nachweis von Formaldehyd und leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VOC) direkt vor Ort und Probenahmegeräte für Luftproben, die dann zielgerichtet auf verdächtige Substanzen weiter untersucht werden.

Dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit zertifizierten und auf diese Untersuchungen spezialisierten Laboren.

Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse, so Holtrup,  kann bereits häufig eine Bewertung hinsichtlich möglicher Gesundheitsgefahren erfolgen und das weitere Vorgehen für Optimierungen und ggfs. erforderliche Sanierungsmaßnahmen empfohlen werden.

Montag, Februar 22, 2016

Fogging – Wenn die Wohnung schwarz wird. Was ist die Ursache?



Fogging hat meist eine Ursache aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren

Hier einige Infos dazu aus einem Bericht aus dem Portal Immonet. Im Zweifelasfall können Baubiologen helfen der Urschae auf den Grund zu gehen...

http://www.immonet.de/service/fogging.html?utm_source=googleplus&utm_medium=social&utm_campaign=gesundes-wohnen&utm_term=np&ia-pkpmtrack=100-6343136313236323131303-155-101-101&fb_action_ids=905520519561968&fb_action_types=og.recommends

Plötzlich ist alles schwarz. Dabei wurde die Wohnung erst vor kurzem renoviert. Ein schwarzer Schmierfilm überzieht die Wände der Räume, selbst Möbel und Stoffe können betroffen sein. Dabei ist man doch eigentlich sehr reinlich und putzt regelmäßig. Für jeden Bewohner ist so eine Situation ein Alptraum. „Phänomen schwarze Wohnung“ nennen Experten diese Erscheinungen, geläufig ist auch die Bezeichnung Fogging. Immonet erklärt, wie es zu Fogging kommen kann, was man am besten dagegen tut und wie man vorbeugt. 
Der Begriff Phänomen ist bewusst gewählt, schließlich tauchte es erst in den 90er Jahren plötzlich auf. Vermehrt klagten Wohnungs- und Hausbesitzer über die gleichen über Symptome.
Kennzeichen
Schwarze Beläge ziehen sich beim Fogging über Wände und Einrichtung. Dabei kann die Stärke des Befalls stark variieren: Einzelne schwarze Stellen sind ebenso möglich wie eine komplett schwarze Wohnung. In extremen Fällen legt sich der dunkle Film in den Haaren der Bewohner ab oder findet sich sogar im Kühlschrank, weiß Heinz-Jörn Moriske, Direktor der Beratungsstelle Umwelthygiene im Umweltbundesamt. Der Professor kennt aber auch kuriose Beispiele. „In einem Fall ist das Fogging nur aufgefallen, weil sich der weiße Pudel der Mieterin in der Wohnung immer schwarze Füße geholt hat.“
Doch es gibt in allen Fällen einige Gemeinsamkeiten: Das Phänomen tritt in erster Linie im Winter beziehungsweise in der Heizperiode auf und es betrifft Wohnungen, die erst kürzlich renoviert wurden. „Dabei kann die Renovierung aber bis zu einem knappen Jahr zurückliegen“, erklärt Moriske. Auffällig auch: Die schwarzen Beläge tauchen plötzlich auf, innerhalb von einigen Wochen, im schlimmsten Fall sind sie innerhalb von einem Tag da und breiten sich aus.
Unterscheidung Fogging und Schimmel
Die Belege wirken auf den ersten Blick wie Ruß oder Schimmel Sie sind aber immer schwarz-grau und fühlen sich schmierig und fettig an. Das kann man feststellen, wenn man die Tastprobe macht und mit den Fingern über die betroffenen Stellen fährt „Daran kann man auch den Unterschied zum Schimmel erkennen“, erklärt Moriske.
Im Gegensatz zu Schimmel gilt Fogging vor allem als ästhetisches, nicht als gesundheitliches Problem. „Bislang sind keine gesundheitlichen Gefährdungen bekannt. Aber eine Garantie gibt es nicht“, sagt Rita Maria Jünnemann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch der Experte für Umwelthygiene sieht das ähnlich. „Solange es sich nicht um ein massives Auftreten von Fogging handelt und zusätzlich Ruß auftritt, muss man sich keine akuten Sorgen machen.“  
Die Ursachen
Lange lagen die Ursachen für das Phänomen im Dunklen. Mittlerweile sind sich die Experten einig, dass Fogging durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ausgelöst wird. Hauptpunkt sind bestimmte chemische Substanzen und Verbindungen. Dazu gehören die sogenannten SVOCs, schwerflüchtige Kohlenwasserstoffverbindungen. Sie wurden seit den 90er Jahren vermehrt in Baumaterialien eingesetzt, was auch das plötzliche Auftreten erklärt. Sie sind aber auch in elektronischen Geräten zu finden. Weichmacher spielen ebenfalls eine Rolle. Auch Ausdünstungen von Tapeten und sogar Plastikgegenständen können ein auslösender Faktor sein.
Zu den chemischen Faktoren müssen allerdings weitere Aspekte hinzukommen. Wohnungen mit schlechten thermischen Eigenschaften sind stärker betroffen, da hier das Phänomen leichter sichtbar wird. Konkret heißt das: Dort wo Wärmebrücken auftreten oder unterschiedliche Wärmeeigenschaften von Baumaterialien zusammentreffen, setzen sich die Partikel vermehrt ab. „In der Praxis sehen wir die Ablagerungen oft dort, wo die Außenwände schlechtere Dämmeigenschaften aufweisen“, sagt Jünnemann. So habe sie bereits Fälle erlebt, bei denen sie am Fogging-Belag genau erkennen konnte, wo die schlechter isolierenden Fugen in der Wand verliefen. Der schwarze Schmierfilm habe sich in Streifen auf der Tapete abgesetzt, da es an diesen Stellen offensichtlich kälter war.
Die Nutzungsgewohnheiten spielen ebenfalls eine große Rolle. „Nur so lässt sich erklären, dass in neugebauten Miethäusern mit identischen Einheiten nur einzelne Wohnungen von dem Phänomen betroffen sind“, sagt Moriske. Wichtigster Punkt ist das Lüftungs- und Heizverhalten. Da das Lüften im Winter oft eingeschränkt wird, können sich die chemischen Substanzen, die oft über Jahre unbemerkt, also unriechbar, ausdünsten in der Raumluft vermehrt ansammeln. Durch das Heizen verändern sich die Luftströme in der Wohnung, Staub wird so zusätzlich aufgewirbelt.
Das verstärkte Abbrennen von rußenden Kerzen ist ebenfalls ein Faktor. Diskutiert wurde auch über Einflüsse von Kosmetika wie Haarspray.
Putzverhalten
„Viele Betroffene schämen sich, das Phänomen zu melden, weil sie fürchten, dass man ihnen unterstellt, nicht genügend sauber zu machen“, weiß Moriske. In Wahrheit sei jedoch das Gegenteil der Fall. „80 Prozent der Betroffenen sind Putzteufel. Sie reinigen ihre Wohnung häufiger als das Otto Normalverbraucher tut“, erklärt Moriske. Einen Zusammenhang sieht er durchaus: „Staub legt sich vor allem auf elektrostatisch aufgeladenen Flächen ab. Durch das Abwischen laden sich Kunststoffgegenstände auf, der Staub setzt sich dort erst recht ab.“ Zu beobachten sei Fogging auch oft auf und rund um Steckdosen, dort herrsche immer ein gewisses elektromagnetisches Feld, das die Ablagerungen begünstigt, erklärt Moriske.
So bekämpfen Sie Fogging
Sind die schwarzen Beläge einmal da, müssen sie entfernt werden. Moriske empfielt einfaches Spülmittel und Wasser, um den Fettfilm loszuwerden. Interessant: Auch Putzmittel stehen im Verdacht eine Rolle bei der Entstehung von Fogging zu spielen. Daher gilt hier: Weniger ist im Zweifel mehr. 
„Glatte Flächen reinigt man am besten mit üblichen Haushaltsreinigern“, rät Jünnemann. Bei Tapeten hilft nur die Entfernung. „Die Emissionen sitzen in den Tapeten, ganz ähnlich wie beim Schimmel“. Überstreichen bringt deswegen nichts, die Beläge kommen immer wieder zum Vorschein. Da hilft nur abreißen und neu tapezieren, am besten dann auch mit möglichst emissionsarmen Materialien.
Ein wichtiger Punkt: Nur weil alles neu ist, muss nicht alles besser werden. „Fogging ist in manchen Fällen schon drei oder viermal erneut aufgetreten“, berichtet Moriske. Für die Betroffenen ist das bitter. Deshalb stellt die Ursachensuche auch einen wichtigen Punkt bei der Bekämpfung des Phänomens dar.  
Die Ursachensuche
Jünnemann rät dazu sich bei der Ursachensuche Hilfe von einem Baubiologen zu holen. Sie analysieren die Raumluft respektive die Ablagerungen und können so feststellen, was als Ursache für das Fogging in Frage kommt. Hilfestellung geben auch Verbraucherzentralen, die örtlichen Gesundheitsämter und das Bundesumweltamt. Sie bieten Beratungen zum Thema oder haben Adressen seriöser Fachleute, die die Ursachen aufspüren.
Eine Garantie, dass die Schadstoffquellen vollständig aufgedeckt werden, gebe es allerdings nicht, schließlich sei das Zusammenspiel oft komplex. „Auch ein Labor kann die Ursachen nicht immer 100-prozentig aufklären“, schränkt Moriske ein. 
Wer nur leichte Probleme hat und selbst starke Vermutung für die Ursache hegt, kann eventuell auch ohne die Hilfe der Profis auskommen, erklärt Moriske. „Wem bewusst ist, dass er nach einer Renovierung zu wenig gelüftet und gleichzeitig häufig Kerzen abgebrannt hat, kann es zunächst mit einer Renovierung und Verhaltensänderung versuchen“, rät der Professor. „30 bis 40 Prozent der Fälle lassen sich so lösen und bleiben von einem erneuten Befall verschont.“ Eine professionelle Ursachensuche ist immer dann empfehlenswert, wenn das Fogging massiv oder wiederholt auftaucht. „Dann sind die 1000 bis 2000 Euro Kosten für die Untersuchung eines großen Hauses – bei Wohnungen sind die Kosten geringer – sehr gut angelegt. Mehrfache Renovierungen können deutlich teurer werden“, so Moriske. Nicht zu vergessen ist der Faktor Stress für die Betroffenen.
Wer zahlt für die Schäden?
Die Abwägung, ob man sich professionelle Hilfe bei der Ursachensuche holt, muss im Eigenheim der Besitzer treffen. Doch wie sieht es in einer Mietwohnung aus? Fogging und seine Folgen bedeuten auch einen erheblichen finanziellen Aufwand. Da ist die Frage, ob Mieter oder Vermieter diesen tragen, durchaus entscheidend. „Rund die Hälfte der Fälle geht leider mit Rechtsstreitigkeiten einher“, weiß der Professor.
Dabei wurde in Deutschland bereits ein Grundsatzurteil gefällt: Fogging gilt als Mangel des Mietobjektes. „Das bedeutet, dass die Beweislast beim Besitzer liegt zu zeigen, dass nicht er die Mängel verursacht hat.“ Zudem könne der Mieter die Miete kürzen.
Moriske empfiehlt Mietern, den Vermieter bei Fogging sofort zu informieren, sich mit ihm über das weitere Vorgehen (Ursachensuche und Renovierung) zu einigen und es erst mal mit Argumenten zu versuchen.
Schließlich liege es ohnehin im Interesse des Vermieters die Ursachen zu ermitteln, denn ein erneuter Befall bedeutet Kosten und verlorene Einnahmen, wenn der Mieter deswegen auszieht. „Und die Faktoren, die zur Entstehung beitragen, können ja auch im Gebäude stecken“, so Moriske.
So beugen Sie vor
Wer auf seine Gesundheit Wert legt, wird bei der Renovierung ohnehin auf die verwendeten Baumaterialien achten. Moriske und das Umweltbundesamt empfehlen Produkte, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind. „Diese sind heutzutage darauf geprüft, keine Fogging-relevanten Substanzen zu enthalten“, erklärt der Professor. Für den Verbraucher gibt das Kennzeichen im verwirrenden Dschungel der Produkte und verschiedenen chemischen Substanzen jedenfalls eine gute Orientierung.
Experten raten zudem auf bestimmte Materialien ganz zu verzichten: Vinyltapeten, PVC-Bodenbeläge, Teppichkleber gehören genauso dazu wie Linoleum, das nicht immer „Natur pur“ sei, so Moriske. „Linoleum sollte dann nicht verwendet werden, wenn man schon mal ein Fogging-Problem hatte.“ Zudem sollen Materialien nur mit den empfohlenen Komponenten verarbeitet werden, um unerwünschte chemische Reaktionen zu vermeiden. So können zum Beispiel Tapeten mit einem falschen Tapetenkleister bearbeitet zu unangenehmen Ausdünstungen führen.
Wer einmal von der schwarzen Wohnung betroffen war, muss besonders umsichtig sein, empfiehlt Moriske. „Nach der Renovierung sollte man über lange Zeiträume intensiv lüften. Auch dann, wenn es in den Räumen gar nicht riecht“, betont der Fachmann. Schließlich sind viele schwerflüchtige Stoffe wie Weichmacher mit der menschlichen Nase nicht wahrnehmbar. Zur Vorbeugung gehört auch, dass man insbesondere im ersten Winter auf Kerzen, Räucherstäbchen und das Heizen mit dem offenen Kamin  verzichtet. „Wer eine offene Wohnküche besitzt, tut gut daran, zu prüfen, ob das Abzugssystem einwandfrei arbeitet“, so Moriske.
Ein Tipp gilt aber für  alle Haushalte: „In der Heizperiode ist bewusstes Heizen und Lüften angebracht. Ein guter und regelmäßiger Luftaustausch ist für das Klima in der Wohnung wichtig“, betont die Energiereferentin Jünnemann. Dabei gilt: Mehrmals am Tag stoßlüften und auf Kippfenster verzichten. Das spart Energie und sorgt für eine gute Luftqualität. „Darüber hinaus gilt, dass alle Räume einer Wohnung lieber gleichmäßig warm gehalten werden anstatt sporadisch oder nur einzelne Räume zu heizen.“
Quelle:

http://www.immonet.de/service/fogging.html?utm_source=googleplus&utm_medium=social&utm_campaign=gesundes-wohnen&utm_term=np&ia-pkpmtrack=100-6343136313236323131303-155-101-101&fb_action_ids=905520519561968&fb_action_types=og.recommends

Mittwoch, Februar 03, 2016

Der Schadstoff Formaldehyd ist immer noch eine aktuelle Wohngiftbelastung

Zwar geben neue Bauprodukte meist weniger Formaldehyd ab als früher,
aber wenn man viel von diesen Bauprodukten nutzt wie Spanplatten, OSB-Platten Presspanmöbel etc. kann schnell die Konzentration in der Atemluft eine Gesundheitsbelastung bedeuten.

Insbesondere wirken sich heutzutage viele Schadstoffe wesentlich stärker in der Raumluft aus, da die Häuser immer dichter werden und zuwenig gelüftet wird.


Im April 2015 hat die EU Formaldehyd rechtsverbindlich als wahrscheinlich Krebs erregend beim Menschen eingestuft und hat sich damit der Meinung der WHO angeschlossen. Die WHO empfiehlt deswegen einen Richtwert in der Atemluft von höchstens 100 μg/m3 (Mikrogramm Formaldehyd pro Kubikmeter Luft).

Nutzen Sie lieber unbelastete Naturmaterialien und lassen Sie im Zweifelsfall Ihre Raumluft vom Baubiologen überprüfen.

Ihr Baubiologe Ralf Holtrup

Den gesamten Bericht von Biolysa hierzu finden Sie hier:

http://www.lifepr.de/pressemitteilung/biolysa-ev/Formaldehyd-als-Schadstoff-ist-zurueck-tatsaechlich-war-es-nie-weg/boxid/573336

Dienstag, Januar 26, 2016

Risiken durch Schimmelpilzschäden - interessante Studie des BSB

Schimmelpilze sind allgegenwärtig. Doch wenn es in Häusern und Wohnungen zu Belastungen und hygienischen bzw. gesundheitlichen Problemen durch Pilze kommt, sind dafür in der Regel ungünstige Rahmenbedingungen verantwortlich. Laut aktuellen Umfragen ist das bei rund 17 % der Hauseigentümer und Mieter der Fall. Welche Ursachen Schimmelpilzschäden haben und welche Folgen sich für Hauseigentümer und Mieter ergeben, hat eine Kurzstudie des Bauherren-Schutzbunds (BSB) und des Instituts für Bauforschung (IFB) anhand von Schadensfällen genauer unter die Lupe genommen.

Schimmel liebt es dauerhaft feucht

Voraussetzung für die Schimmelbildung in Innenräumen ist in jedem Fall, dass die betroffenen Bauteile über einen längeren Zeitraum eine hohe Feuchtigkeit aufweisen. Solche Feuchtebelastungen können laut Studie eine Vielzahl von Gründen haben. Zu unterscheiden sind grundsätzlich drei Ursachenfelder: Eindringendes Wasser von außen, eindringendes Wasser von innen sowie der Anfall von Tau- oder Kondenswasser.
Von außen kann Feuchtigkeit in der Regel eindringen, wenn z.B. Mängel oder Schäden bei der Abdichtung erdberührter Bauteile oder andere Undichtigkeiten vorliegen. Durchfeuchtungen von innen sind in der Regel auf Leitungswasserschäden oder ähnliche Havarien im Haus zurückzuführen. Zur Tauwasserbildung kommt es, wenn hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen auf kalte Bauteile trifft und kondensiert. Dabei spielen Wärmebrücken in der Gebäudehülle oder aber auch das Heizungs- und Lüftungsverhalten der Bewohner eine wichtige Rolle.

Sanieren mit gutachterlichem Rat

Da Schimmelpilzschäden ein häufiges Problem und damit ein interessanter Markt für verschiedene Anbieter von Serviceleistungen sind, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten an Materialien, Stoffen oder Anlagen, die gegen den Pilz wirken sollen.
Doch um den Befall erfolgreich sanieren zu können, müssen zunächst die Schimmelursachen sorgfältig untersucht und beseitigt werden. Dafür ist in der Regel die Expertise eines Fachgutachters gefragt. Erst auf dieser Grundlage erfolgt die Sanierungsplanung und -ausführung.
PDF-Download der Kurzstudie „Schimmelpilzschäden“: www.bsb-ev.de/studien/analysen-und-studien/ GLR

Quelle: http://www.geb-info.de/GEB-Newsletter-2016-2/Risiken-durch-Schimmelpilzschaeden,QUlEPTY5Mzg2MSZNSUQ9MTA1MzYz.html

Anmerkung: Wichtig ist natürlich hier die Ursachenklärung durch Sachverständige...

Mittwoch, Januar 20, 2016

Wenn das Haus oder die Wohnung krank macht

Gesundes Wohnen hat für drei Viertel aller Deutschen Priorität lt. einer im Bericht der Welt zitierten Umfrage. Schadstoffe können vor allem in Innenräumen wirken, wo wir uns etwa 90 % aufhalten.

  • Wegen ihrer großen Oberfläche haben Wand- und Bodenbeläge entscheidenden Einfluss auf die Wohngesundheit meint Baubiologe Holtrup und gibt hier einige Tipps:
  • Farben/Tapeten: Naturfarben (Kalk- o. Silikat) verwenden, keine Dispersions-, Latexfarben, Vinyltapeten. Ein Umweltsiegel (z.B. Blauer Engel) bedeutet nicht immer schadstofffrei!,
    Auf Inhaltsstoffe im Datenblatt achten, Achtung: Viele Wohngifte sind heutzutage geruchsneutral ! 
  • Bodenbeläge, Vorhänge: Naturmaterialien bevorzugen. Keine Kunststoffe u. PVC nutzen (wg. Weichmacher), Bodenbeläge nicht verkleben. Wer sichergehen will, dass er weitgehend unbedenkliche Materialien verwendet, sollte auf Qualitäts- und Gesundheitssiegel achten.
  • Parkett: Nur ölen und wachsen, nicht versiegeln.
  • Möbel: Naturholz statt Pressspanmöbel. Natürliche Öle und Wachse für die Oberflächenpflege.
  • Allgemein gilt: Lüften, lüften, lüften steht an erster Stelle, sorgt für ein gesundes Wohnklima und kann Schadstoffe, CO2, Luftfeuchtigkeit sowie Schimmelbildung reduzieren. Technische Lüftung kann hier unterstützen.
  • Wohnqualität prüfen lassen durch baubiologische Sachverständige.
    Info www.baubiologie-holtrup.de

    Hier der Artikel in der Welt...
    http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article146583768/Wenn-das-Haus-krank-macht.html