Mittwoch, Dezember 15, 2010

Fogging: der Schwarze Staub oder Magic Dust – Was ist das?

Wenige Wochen nach Beginn der Heizperiode bemerken derzeit wieder etliche Haus- und Wohnungsbesitzer schwarzen Staub oder schwarze Schmiere an den Wand- und Deckenflächen. Das Phänomen hat einen Namen: Fogging.

Unklar ist allerdings, wie es zur Bildung der unschönen Beläge kommt. Ralf Holtrup, Baubiologe und Schadstoffexperte aus Sassenberg, hat zumindest einen Verdacht: „Man geht davon aus, dass es bei Renovierungsarbeiten zu Wechselwirkungen von Bauprodukten und Hausstaub kommt.“ Aus Laminaten, Vinylschaum-Tapeten, PVC-Bodenbelägen oder Wandfarben gasen Weichmacher aus, beispielsweise Lösemittel oder Haftvermittler, so Holtrup. Dazu gesellen sich bisweilen ungünstige Umstände wie Tabakrauch oder die Nutzung von Kerzen. Holtrup: „Auch Heizkörper und kalte Stellen an den Wänden, so genannte Wärmebrücken, verstärken das Problem.“

Deswegen sei der schwarze Staub häufig dort anzutreffen wo alte Heizungen mit hoher Vorlauftemperatur oder Nachtspeichergeräte vorhanden sind. Leider ist die schnelle Reinigung oft gar nicht so einfach: Denn beim Versuch, die Beläge abzuwischen, müssen die Betroffenen immer wieder erkennen, dass das Problem nur noch schlimmer wird. Auch eine falsche Verwendung von Baumaterialien könne das Problem hervorrufen.

Der Baubiologe kennt das Phänomen aus seiner Gutachterpraxis: „Da gibt es Leute, die verwenden Fassadenfarbe als Innenanstrich oder kombinieren Baumaterialien, deren Komponenten nicht zusammenpassen. Da kann man manchmal von Glück reden, wenn nur Fogging entsteht.“ Das Phänomen sei zwar lästig, aber meist nicht gesundheitsschädlich. Man soll nur die abgebenden Materialien wieder entfernen und bessere Naturmaterialien benutzen.

Natürlich dürfe man bei der heutzutage üblichen dichten Bauweise das richtige Lüften in Wohnungen nicht vergessen, so der Raumluftexperte. Durch Querlüftung der Wohnung - mindestens drei Mal am Tage - wird die Raumluftfeuchtigkeit verringert, was Schimmelbefall vorbeugen könne. Es werde zudem der Schadstoffgehalt in der Innenluft deutlich reduziert, was nicht nur Fogging verhindere, sondern der Gesundheit insgesamt nütze.

Im Zusammenhang mit Fogging und Schadstoffen in der Innenraumluft weist der Fachmann ferner darauf hin, dass man in Wohnungen mit Teppichböden unbedingt zum Staubsaugen einen Sauger mit HEPA-Filterung benutzen solle, damit die Schadstoffe in den Filtern zurückgehalten werden. Bei glatten Oberflächen sei feuchtes Wischen zweimal pro Woche angebracht. Zumindest, wenn im Haus ein Allergiker wohne.

Gegebenenfalls könne eine Wohnungsanamnese und Laboranalyse der schwarzen Beläge helfen, die Ursache einzugrenzen. Unterstützung dabei Ihnen im Bereich Münsterland der Sachverständige Holtrup bieten unter www.baubiologie-holtrup.de, Tel. 02581-784635.
Oder ansonsten eine der weiteren Biolysa Beratungsstellen unter www.biolysa.de.

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