Sonntag, August 07, 2011

Krank durch Wohngifte? - Hilfe vom Baubiologen

Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung spielt ein gesundes Lebens-, Wohn- und Arbeitsumfeld eine maßgebliche Rolle für unsere Gesundheit. Dank der Baubiologie wissen wir inzwischen allerdings, dass auch Häuser, Wohnungen und Arbeitsstätten durch vielerlei Einflüsse regelrecht krank werden können und somit ihre Schutzfunktion für die Bewohner verlieren.

Mehr als 90 % unserer Lebenszeit halten wir uns in geschlossenen Räumen auf und ca. 85 % der Menschen verlassen ihre vermeintlich schützenden Wände für weniger als eine Stunde am Tag. Die Belastungen im alltäglichen Umfeld der Menschen werden immer höher.

30 % der Bevölkerung gilt bereits als umweltkrank. Deshalb ist gerade die Qualität - die Reinheit - der Raumluft von großer gesundheitlicher Bedeutung.

„Eine erhöhte Feinstaubbelastung findet sich nicht nur in einer Raucherwohnung“, sagt der Baubiologe Ralf Holtrup aus dem Münsterland. Und weiter: “Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist die durchschnittliche Belastung der Innenraumluft in unseren Wohnungen und Büros oft bis zu 50mal höher als an viel befahrenen Straßenkreuzungen oder einer Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt.“

Laut Holtrup liegt das an Emissionen aus Baustoffen, Farben, Tapeten, Teppichen, Spanplatten, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen, Reinigungsmitteln, Laserdruckern, Kosmetika, Autoabgasen u.v.m. Immer effektivere Dämmmaßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten haben einen geringeren Luftaustausch zur Folge, so dass sich diese Schadstoffe zunehmend in der Raumluft anreichern. Zu den chemischen Substanzen kommt dann noch eine stetig steigende Belastung durch Schimmelpilze, Bakterien, Viren, Pollen oder Milben hinzu.

Das sogenannte Sick-building-Syndrom fasst eine Reihe von Krankheiten zusammen, die mit dem Aufenthalt in solchen Gebäuden in Zusammenhang stehen könnten.

Folgende Krankheitssymptome auf Grund mit Schadstoffen belasteter Raumluft wurden beschrieben:

Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen in Gelenken und Knochen, Kopfschmerzen, erhöhte Infektanfälligkeit, mangelndes Konzentrationsvermögen, Gedächtnisprobleme, Reizbarkeit, Schleimhautreizungen, Schwindel, Juckreiz, Augenbrennen, Zungenbrennen, Nervosität...

In unserer modernen Industriegesellschaft steigt die Anzahl chemischer Stoffe stetig an. Wir finden in allen Lebensbereichen eine Vielzahl immer neuer chemischer Substanzen. Bei vielen dieser Substanzen ist der gesundheitsgefährdende Einfluss inzwischen bekannt oder wird zumindest vermutet Unser Immunsystem wird durch die ständige Zunahme der Stoffe immer mehr gefordert und auch überfordert. Die Zunahme allergischer Reaktionen zeigt, dass schon aus Vorsorgegründen unser Körper vor zu vielen und zu hohen Dosierungen chemischer Substanzen geschützt werden sollte.

Noch einmal der Sachverständige Holtrup: „An eine Schadstoffbelastung ist zu denken, wenn für bestimmte Krankheitssymptome keine anderen Ursachen gefunden werden. Dann sollten Sie nicht zögern und sich fachkundige Hilfe durch einen erfahrenen Baubiologen holen.“

Wohngifte und Schadstoffbelastungen werden durch Raumluftuntersuchungen sowie Materialproben umweltanalytisch festgestellt. Wichtig sind in so einem Fall auch geeignete Sanierungsmaßnahmen.

Weitere Infos: Ralf Holtrup, Baubiologe IBN u. Sachverständiger: Tel. 02581-784635, www.baubiologie-holtrup.de

Dienstag, Juli 26, 2011

Schadstoffe im Fertighaus der 70-er oder 80-er-Jahre?

Wir möchten uns ein Fertighaus aus den 70er Jahren kaufen, gibt es in solchen Gebäuden gesundheitsgefährdende Schadstoffe?

Antwort:
Sie können grundsätzlich davon ausgehen, dass in Gebäuden aus den 60er, 70er und Anfang der 80er Jahre eine Vielzahl unterschiedlicher Schadstoffe verbaut sind, das betrifft besonders die Fertighäuser. Durch die Möglichkeit der Vorfertigung einzelner Bauelemente, wurden herkömmliche massive Baustoffe gegen behandeltes Holz und künstlich hergestellte Plattenwerkstoffe ersetzt. Die Fassaden wurden größtenteils mit Asbestzementplatten verkleidet. Weiterhin fand dieses kanzerogene (krebserzeugend) Material seinen Einsatz im Bereich der Abdichtungsmaterialien, Fußbodenbeläge, Kleber und Leichtbauplatten. Asbest ist in Deutschland seit 1993, in der EU seit 2005 verboten.

Durch den Einbau von Spannplatten, die unter Verwendung eines Bindemittels (Kunstharze auf der Basis von Harnstoff-, Melamin-, Phenol-Formaldehydharzen) hergestellt wurden, können noch nach 30 Jahren deutlich erhöhte Raumluftkonzentrationen von Formaldehyd in der Innenraumluft nachgewiesen werden.

Durch die mit Holzschutzmitteln behandelten statischen Holzbauteile, Wandverkleidungen und Holzvertäfellungen können sich eine Vielzahl von Holzschutzmittelwirkstoffen wie PCP (Pentachlorphenol), Lindan, DTT und Permethrin in der Raumluft oder im Hausstaub anreichern. Die Liste der potentiellen Schadstoffe in Fertighäusern ist lang. Weitere typischste sind: Weichmacher, Flammschutzmittel, PCB (Polychlorierte Biphenyle), Pyrethroide und PAK´s (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). PAK´s können in Anstrichen, Abdichtungen sowie in Klebern für Parkett enthalten sein.

Durch Undichtigkeiten sowie einer unzureichenden Luftdichtigkeitsschicht der Gebäudehülle kommt es häufig zu einem mikrobiellem Befall durch Schimmelpilze und Bakterien.

Zunehmend häufen sich die Probleme durch geruchsintensive Stoffe (z.B. Chloranisole). Die Stoffgruppe der Chloranisole sind Verbindungen, die bisher hauptsächlich als Verursacher des Korktons in Wein einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden. Werden sie in die Luft freigesetzt, machen sie sich durch einen schimmelig-muffigen Geruch bemerkbar. Dieser hat dazu beigetragen, dass Chloranisole seit kurzem auch mit dem teilweise intensiven Eigengeruch von Fertighäusern älterer Bauart in Verbindung gebracht werden.

Dieser typische "Fertighausgeruch" ist oftmals so penetrant, dass er in der Kleidung der Bewohner "hängen bleibt" und noch längere Zeit nach Verlassen des Hauses an der Person wahrnehmbar ist. Ein solcher unangenehmer Geruch kann von den Bewohnern als Belastung empfunden werden und Unwohlsein auslösen, auch wenn eine toxikologisch basierte Gesundheitsgefährdung nicht gegeben ist.

Auf Grund dieser Aspekte sollte der Kauf eines älteren Fertighauses reiflich überlegt werden, da die Sanierungskosten den eigentlichen Wert des Gebäudes schnell übersteigen können. Eine Gebäudediagnostik inkl. aller notwendigen Raumluftuntersuchungen wird vor dem Erwerb der Immobilie dringend empfohlen. Hierfür stehen wir Ihnen gern zu Verfügung oder kontaktieren Sie eine baubiologische Beratungsstelle IBN in Ihrer Nähe.

Diese Frage beantwortete Werner Heidelberg vom Sachverständigenbüro für Baubiologie Lüneburg.
Quelle: http://www.baubiologie.de/site/fragenundantworten/1307wir.ph

Sonntag, Juli 24, 2011

Feuchte- u. Schimmelschaden durch Überflutung, Überschwemmung und andere Wasserschäden - man hat nicht nur den Schaden, sondern auch oft das Nachsehen

Immer öfter kommt es vor, dass durch Starkregen, sintflutartige Gewitter oder Rückstau aus dem Abwasserkanal irgendwo in Deutschland Keller, Garagen oder Erdgeschosse überschwemmt werden.

Die Betroffenen sind meist froh, wenn durch die Pumpen der Feuerwehren oder eigene Geräte das Wasser schnell wieder aus den Räumen rausgepumpt werden kann.

Aber erst danach gehen die wirklichen Probleme los: Man muss so schnell wie möglich Trocknungsmaßnahmen einleiten, damit kein Schimmel wächst. Sanierungsfirmen sind zu beauftragen und man muss sich ggf. mit den Versicherungen einigen, wer die Kosten für die Behebung der Schäden und alle Folgen übernimmt.

Wenn es sich nur um Regenwasser handelte, dann hat man zunächst Glück, weil in solchem Wasser keine Schadstoffe, Schmutz oder Keime enthalten sind. Wenn man schnell genug fachkundige Hilfe holt, kann durchfeuchtetes Mauerwerk, Estrich und anderes Baumaterial recht gut getrocknet werden und die Folgen sind überschaubar.

Häufig finden sich aber deutlich schlimmere Szenarien. Ralf Holtrup, langjähriger Baubiologe, Schimmelsachverständiger und Betreiber einer Beratungsstelle des Baubiologen-Vereins Biolysa, erläutert: "In Gebäude eindringendes Oberflächenwasser oder aus Kanalanlagen kann stark mit Schadstoffen aus der Umwelt und/oder Fäkalkeimen aus dem Abwasser belastet sein. So etwas lässt sich nicht einfach trocknen. Sogar der bloße Umgang damit kann schon der Gesundheit schaden. Deshalb müssen oft besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden - Schutzkleidung, Luftfilterung und Flächendesinfektionen sind keine Seltenheit." Schädliche Rückstände und Keime können auch innerhalb von Leichtbauwänden und in anderen baulichen Hohlräumen zu finden sein. Unter schwimmenden Estrichen ist oft die Trittschall- oder Wärmedämmschicht vollständig kontaminiert. Dippold, der auch Vorsitzender von Biolysa ist, weiter: "Viele Menschen führen die Sanierungsarbeiten in Eigenregie und meist mit nicht geeigneten Geräten und Verfahren durch. Saniert wird in der Regel nur der sichtbare Schaden. Deshalb sind die Ergebnisse oft nur unbefriedigend. Häufig resultieren daraus dauerhafte Schimmelprobleme in den betroffenen Räumen, zumindest verbleibt eine starke Geruchsbelästigung!"

Eine weitere Quelle für dauerhafte Schäden oder Gesundheitsgefahren seien ungenügende Sanierung im Auftrag von Versicherungen. Hier stünde absichtlich meist nur die Behebung der sichtbaren Schäden im Vordergrund, weil so Geld gespart werden kann. Unter dem Estrich, in Rohrschächten, innerhalb von Leichtbauwänden oder hinter Vorwandkonstruktionen versteckte bzw. unsichtbare Oberflächenkontaminationen mit Bakterien und Viren würden völlig vernachlässigt.

Holtrup: "Die Geschädigten freuen sich oft zunächst, dass die Versicherung vermeintlich die Schäden so schnell beheben ließ und alles günstig reguliert wurde.

Nach kurzer Zeit gibt es aber häufig ständige Gesundheitsprobleme bei den Bewohnern bzw. die oben erwähnten üblichen Folgen von nicht fachgerecht sanierten Wasserschäden."

Das Wichtigste bei Wasserschäden jeder Art sei immer die umfassende Begutachtung der Ursachen, der gesamten Schäden sowie die Festlegung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen nach den Regeln der Technik unter Einbeziehung des Gesundheitsschutzes der beteiligten Arbeiter, der Betroffenen und unbeteiligter Dritter.

Nach jeder Art von abgeschlossener Sanierung sollte immer eine sogenannte Freimessung, d.h. eine Nachmessung von einem unabhängigen Sachverständigen gefordert werden. Anderenfalls habe man weder als Versicherter noch als Auftraggeber von Sanierungsarbeiten eine Möglichkeit, ggf. Mängel bei der Durchführung der Arbeiten nachzuweisen und evtl. Schadensersatz fordern zu können.


Weitere Infos und ggfs. Begutachtung: www.baubiologie-holtrup.de, Tel. 02581-784635

Dienstag, Juli 19, 2011

Elektrosmog-Abschirmung sollte begleitet werden vom Baubiologen

Elektrosmog professionell abschirmen

Aus gegebenen Anlass: Immer wieder muss ich in Wohnungen laienhaft durchgeführte Elektrosmog-Abschirmungen fest stellen und die Betroffenden über das oft fatale Resultat informieren...

Achtung: Unsachgemäß durchgeführte Abschirm-Maßnahmen bergen oft Gefahren wie z.B:

• unwirksame Abschirmung, d.h. gar keine Wirkung oder es kommt noch zuviel Strahlung durch (Daher ist immer die begleitende Messung wichtig)
• Verstärken der Felder durch unerwartete Reflexionen
• Überdimensionierte Massnahmen
• durch fehlende oder falsche Erdung besteht die Gefahr der Verstärkung elektr. Felder oder Erlangung eines Stromschlages oder Blitzschlaggefahr
• Auch ein eingebauter Netzfreischalter ohne Messung kann elektr. Felder verstärken
• bauphysikalische Schäden aus Unwissenheit
• übertrieben hohe Kosten

Für eine qualifizierte Risikoanalyse der möglichen Elektrosmogbelastung in der Wohnung und zielorientierten Abschirmung sind folgende Punkte besonders wichtig:

• Erfahrungswissen des Messtechnikers
• hochwertige Messgeräte
• Risikoeinschätzung anhand von baubiologischen Richtwerten
• Kenntnisse über die Dämpfungseigenschaften der einzelnen Produkte

Hintergrund:
Elektrosmog – das Thema ist nicht erst seit der bevorstehenden Einführung des neuen, extrem hochfrequenten Mobilfunkstandards UMTS in aller Munde. Gerade im eigenen Heim setzt sich der Mensch einer Vielzahl von Elektrosmog-Quellen aus. Dabei lassen sich niederfrequente und statische elektrische Felder, wie sie im Haushalt durch elektrische Verbraucher entstehen, bereits mit einfachen Mitteln abschirmen oder gar vermeiden. Schwieriger gestaltet sich der Fall bei Magnetfeldern und hochfrequenten elektromagnetischen Wellen. Doch auch ihnen kann man mit Abschirmmaßnahmen zu Leibe rücken.

Wichtig ist dabei vor allem, dass Abschirmmaßnahmen immer von einem Profi ausgeführt werden. Wer auf Laien vertraut, setzt sich Gefahren aus. Die Arbeit der Experten beginnt bereits bei der Messung. Die Bedienung der komplizierten Messgeräte und die Auswertung der Daten erfordert eine fundierte Ausbildung, Sachkenntnis und viel Erfahrung. Der Fachmann führt immer mindestens zwei Messungen durch. Eine vor und eine nach der Einleitung von Abschirmmaßnahmen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Abschirmung ihren Zweck erfüllt und nicht etwa zur Verschlechterung der Lage führt. Denn auch das ist möglich.

Besonders gefährlich ist die Praxis von den selbsternannten „Experten“, die gleich einen gesamten Wohnraum komplett abschirmen möchten. Im schlimmsten Fall riskieren die Bewohner dabei einen faradayschen Käfig. In einen derartigen Käfig können zwar keine Strahlen mehr eindringen, dafür werden vorhandene Strahlen auch nicht abgeleitet. Im Gegenteil: Durch die ständige Reflexion verstärkt sich ihre Wirkung stetig. Bereits ein einziges Elektrogerät kann so für ein regelrechtes Elektrosmog-Gewitter sorgen. Auch aus baulicher Sicht sind „Komplett-Abschirmungen“ mehr als zweifelhaft, da sie schnell zu feuchten Wänden, Stockflecken und einem schlechten Raumklima führen. Selten wird ein Fachmann deshalb raten, mehr als eine Wand komplett abzuschirmen.

Die Möglichkeiten der Abschirmmaßnahmen sind vielfältig. Sie reichen von der einfachen Alu-Folie – nur in absoluten Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit einem Baubiologen zu verwenden -, die unter der Tapete verbaut wird, über Vorhänge aus besonders strahlungsresistenten Materialien und speziellen Matten, die unter die Bettmatratze gelegt werden, bis hin Spezial-Wandfarben. Es gibt kein Patentmittel für jedes Szenario. Abschirmmaßnahmen müssen immer individuell eingeleitet werden, um einen Erfolg zu erzielen.

Ungefährlich weil absolut wirkungslos sind obskure Geräte, die von einschlägig bekannten Scharlatanen vertrieben werden. Für viel Geld werden „Elektrosmogfresser“ aus Holz, Kunststoff oder Kristallen angeboten, die, in den Sicherungskasten gestellt, wahre Wunder vollbringen sollen. Derartige Vorgehensweisen entbehren selbstverständlich jeglicher wissenschaftlicher Grundlagen.

Effektiver Schutz vor Elektrosmog beginnt bereits mit ein paar einfachen Verhaltensmaßregeln. So raten Gesundheitsexperten seit Jahren dazu, mit Elektrizität sinnvoll umzugehen. Insbesondere im Schlafbereich sollte der Einsatz von elektrischen Geräten möglichst vermieden werden. Ihre Begründung: Da eine gewisse Strahlen-Grundbelastung im Alltag immer gegeben ist, sollte wenigstens in der Nacht eine Ruhe- und Regenerationszone zur Verfügung stehen.

Nehmen Sie für mehr Infos Kontakt auf oder Rufen Sie an 02581-784635.
Ihr Baubiologe Ralf Holtrup aus dem Münsterland

Montag, Juli 11, 2011

Elektrosmog durch Smartmeter

Experten warnen eindringlich vor gesundheitsgefährdender, elektromagnetischer Belastung
Im Schatten der Diskussion um den Ausbau erneuerbarer Energien ziehen Geräte in unsere Haushalte ein, die uns möglicherweise mit noch mehr Elektrosmog belasten: Die so genannten „Smart Meter“. Seit dem 1. Januar 2010 müssen diese auch als „intelligente Stromzähler“ bezeichneten Geräte in Deutschland in allen Neubauten installiert werden. Ziel ist eine flächendeckende Einführung der „Smart Meter“ in ganz Deutschland bis zum Jahr 2015.
Durch diese Geräte lässt sich der Stromverbrauch in einem beliebigen Intervall aus der Ferne abfragen. Mit der Installation eines „Smart Meter“ sind die Stromversorger zudem gesetzlich verpflichtet, dem Kunden eine verbrauchsnahe Abrechnung (z.B. monatlich, viertel- oder halbjährlich) anzubieten. Durch diese transparentere Einsicht in seinen Verbrauch hat der Kunde die Möglichkeit, Strom, Energie und Geld zu sparen.
Zur Übertragung der Daten werden derzeit verschiedene Technologien getestet. Zumindest zwei davon bergen die Gefahr hoher gesundheitlicher Risiken: Die Übertragung der Daten per Mobilfunk und die Übertragung per Stromleitung über nicht geschirmte Kabel. Bei der Mobilfunk-Variante kommuniziert ein Funkgerät am Zähler permanent mit der nächsten Mobilfunk-Basisstation. Damit läuft der Wohnungsbesitzer Gefahr, einer andauernden Strahlungsbelastung ausgesetzt zu sein. Er hat kaum eine Möglichkeit zu kontrollieren, ob der Betreiber die Daten vierteljährlich, monatlich, stündlich oder sogar minütlich abruft.
Das hat massive gesundheitliche Konsequenzen: So berichtet zum Beispiel der Umweltmediziner Joachim Mutter von seinen Erfahrungen nach dem Einbau von Wärmemess-Zählern auf Funkbasis. So klagen seine Patienten, die wohl nichts vom Einbau der neuen Geräte wussten über Schlaflosigkeit, Kopf- und Körperschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Augen- und Hautbrennen, Tinnitus und Depressionen. Diese Symptome gingen erst zurück, als die neuen Zähler wieder entfernt wurden.
Auch die zweite Möglichkeit der Übertragung über nicht geschirmte Kabel wird von Experten wegen der zwar versteckten, aber doch präsenten elektromagnetischen Strahlung stark kritisiert: „Nie würde ich mir so eine Technologie ins Haus holen“, sagt zum Beispiel der Leipziger Physiker Dr. Stefan Spaarmann.
Einzig und allein die Übertragung der Daten über geschirmte Kabel ist absolut unbedenklich und sicher. Die Baubiologen des innovativen und nachhaltigen Hausbauunternehmens Baufritz aus Südbayern warnen vor der Strahlung durch neue Technologien, die sich unbemerkt im eigenen Haus aufbauen kann. „Hier mangelt es an ehrlicher Information und Aufklärung“, so der Baubiologe Karlheinz Müller.
Politiker wie Entscheidungsträger der großen Energieversorger sind dringend dazu aufgerufen, bei der Etablierung von Standards den Faktor „menschliche Befindlichkeit“ mit einzukalkulieren. Auch Hausbesitzer sollten auf den Einbau einer möglichst menschenfreundlichen Übertragungs-Technologie bestehen.
Bewohner von wohngesunden Baufritz-Häusern sind vor der Gefahr der von außen einwirkenden Mobilfunk-Strahlung geschützt: Die Xund-E Schutzebene des Allgäuer Holzbauunternehmens schirmt Elektrosmog ab und reduziert die Belastung nachweislich äußerst wirkungsvoll. Diese in die Gebäudehülle integrierte Schutzebene wurde von Baufritz in Zusammenarbeit mit Dr. Moldan entwickelt und von Prof. Pauli, von der renommierten Bundeswehruniversität München geprüft. Allerdings kann auch diese Ebene nur bedingt die hausinternen Strahlen durch „Smart Meter“ reduzieren. Es bleibt also dem Verbraucher überlassen, sich selbst zu schützen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.baufritz.de
Quelle: http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/geplante_Uebertragungstechniken_intelligente_178143.html

Mehr Infos zu Elektrosmog: http://www.baubiologie-holtrup.de

Mittwoch, Mai 18, 2011

Schadstoffe / Wohngifte in Fertighäuser

In Gebäuden aus den 60er, 70er und 80er Jahren sind sehr viele unterschiedliche Schadstoffe verbaut worden. Das betrifft besonders Fertighäuser, wo die herkömmlichen massiven Baustoffe gegen Holz und künstlich hergestellten Plattenwerkstoffe ersetzt worden sind. Eine Fassade aus Asbestzementplatten ersetzte den Klinkerstein oder den Kalkzementputz. Diese Optik kennen viele Hausbesitzer. Diese Asbestzementplatten an der Außenfassade sind in Deutschland allerdings seit 1993 verboten. Warum? Sie stellen bei zerspanenden Bearbeitungsweisen, wenn Fasern freigesetzt werden, ein Gesundheitsrisiko dar.
Bei älteren Fertighäusern stellen andere Schadstoffe wie PCP, Formaldehyd oder Lindan nach wie vor eine Belastung dar.
Formaldehyd wird aus dem Leim in Spanplatten oder auch in anderen künstlich verklebten Plattenwerkstoffen freigesetzt, die auch nach über 30 Jahren noch gesundheitsgefährdende Konzentrationen abgeben können. PCP (Pentachlorphenol) wurde als Holzschutzmittel oder Desinfektionsmittel eingesetzt. Lindan ebenso.
Problematisch ist auch oft der sehr spezielle Fertighausgeruch durch sogenannte Chloranisole, die durch Zersetzungsprozesse der Holzschutzmittel entstehen können.

Die Liste der weiteren Schadstoffe in Fertighäuser ist lang. Zu nennen wären die PAK´s (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Anstriche, Abdichtungen sowie Kleber für Parkett oder andere Materialien können PAK´s enthalten. In den dunklen Klebern von Fußbodenbelägen schlummert eventuell noch eine schwach gebundene Asbestfaser. Asbest findet sich unter Umständen nicht nur im Fußbodenkleber, sondern, so die Fachleute nach ihren Analysen, auch in CV-Belägen (Cushion-Vinyl), oder in Vinyl-Asbestfliesen (Flexplatten) wieder. Die Flexplatten haben meist eine quadratische Form mit einer Kantenlänge von ca. 25cm. An diesen wenigen Beispielen lässt sich erkennen, mit welchen Wohngiften unter Umständen zu rechnen ist.

Mit neuen Fenstern tritt häufig ein weiteres Problem auf. Die Gebäude aus den 60er bis 80er Jahren sind nicht für Fenster mit den heutigen Dämmwerten geschaffen, die später nachgerüstet wurden. Der Sachverständige Ralf Holtrup vom Verein Biolysa, erklärt: „Der Ort der Taubildung, der früher die Fensterscheibe war, verlagert sich nun an die Wände der Wohnung. Ist ein Fenster feucht, kann es abgewischt werden. An der Wand hingegen wird die Feuchtigkeit zu spät bemerkt, es besteht die Gefahr von Schimmelpilzwachstum.“

Außerdem sind die neueren Fenster wesentlich dichter und mindern den natürlichen Luftwechsel. Durch den mangelnden Luftwechsel können vorhanden Schadstoffe das Gebäude nicht verlassen.
Um eine Aussage bezüglich der baulichen Inhaltstoffe abzugeben und Beurteilungen zu treffen, sollte eine Schadstoffanalyse durchgeführt werden. Holtrup: „Wer kauft sprichwörtlich schon gerne die Katze im Sack.“

Der Sachverständige und Inhaber der Baubiologischen Beratungsstelle Biolysa e.V. Münsterland, empfiehlt, um Sanierungskosten und Gesundheitsrisiken zu minimieren, vor dem Kauf eines Fertighauses oder bei einer möglichen Schadstoffbelastung eine Analyse auf Wohngifte durchführen zu lassen.

Weitere Info unter www.baubiologie-holtrup.de, Tel. 02581-784635

Dienstag, April 12, 2011

LTE – Mobilfunkstandard: Gefahr für die Gesundheit

LTE – Mobilfunkstandard und Gefahr für die Gesundheit

LTE ist ein neuer Mobilfunkstandard, der als Nachfolger von UMTS gilt. Doch es stellt auch eine große Gefahr für die Gesundheit des Menschen dar, da die Technologie nur über die Sendemasten der Mobilfunkunternehmen funktioniert.

80% aller Menschen sind von Mobiltelefonen und den entsprechenden Sendemasten betroffen, ohne aber eine tägliche Beeinträchtigung zu spüren. Dennoch können Sendemasten die Gesundheit von Menschen erheblich beeinträchtigen und schädigen. So warnen Wissenschaftler seit Jahren vor den Konsequenzen von Sendemasten und Mobilfunk. Starke Kopfschmerzen sind eine logische Folge der ständigen Aussetzung von gefährlichen Strahlen. Außerdem kann es in einigen Fällen zu Haarausfall kommen. Auch Konzentrationsproblem, Schwierigkeiten mit dem Kreislauf und im schlimmsten Fall sogar Hirntumore können die Konsequenz sein. Besonders tückisch ist, dass die Sendemasten eher schleichend für Probleme sorgen und damit kaum einem Menschen aktiv auffallen.

Aber nicht nur die Sendemasten können die Gesundheit schädigen. Studien haben ergeben, dass Vieltelefonierer, die überwiegend auf das Handy zurückgreifen, häufiger an Hirntumoren erkranken, als die Personen, die nicht so häufig mit dem Handy telefonieren. Es gibt aber auch gegenteilige Studien, die diese These nicht bestätigen wollen.

Dennoch empfiehlt es sich nicht genau neben einem Sendemast für Mobilfunk zu wohnen, wenn man seine Gesundheit nicht schädigen möchte. Die elektromagnetische Strahlung, die wahrscheinlich beim Mobilfunk freigesetzt wird, hat zusätzlich Einfluss auf die Verdauung und den Herzschlag. Auch wenn Handys mittlerweile ein kaum verzichtbares Gut sind, sollte man die neueste Technologie wie LTE nicht über Übermaß nutzen, damit die Gesundheit auf Dauer keinen Schaden nimmt.

Quelle:
http://www.bvgesundheit.de/lte-mobilfunkstandard-und-gefahr-fur-die-gesundheit.html

Sonntag, April 03, 2011

Elektrosmog im Kinderzimmer oder Schlafzimmer


Elektrosmog im Kinderzimmer? Wie Strahlenbelastungen vermieden werden können

Musikanlagen, Spielekonsolen, Computer und Fernseher gehören zur Standardausstattung der Kinder- und Jugendzimmer. Dazu kommen Radiowecker, Leuchten und Elektroheizungen. Eltern ist häufig nicht bewusst, dass ihr Nachwuchs ständig unter Strom steht meint Ralf Holtrup, Baubiologe und Vorstandsmitglied von Biolysa e.V..
Gerade wenn Kinder im Haushalt wohnen ist es sinnvoll, jede mögliche Gefahrenquelle auszuschalten, darunter auch Elektrosmog. Als Elektrosmog bezeichnet man alle künstlich erzeugten elektrischen oder magnetischen Spannungen – und natürlich auch die Funkwellen, erläutert der Fachmann. Überall wo Strom fliest, fliest auch automatisch ein elektromagnetisches Feld mit und das ist nahezu überall der Fall. Elektrische Felder entstehen, wenn Elektrogeräte am Stromnetz angeschlossen sind, selbst wenn sie ausgeschaltet sind. Zusätzlich entstehen magnetische Felder durch fließenden elektrischen Strom in den Geräten, wenn diese eingeschaltet sind.

Am besten beginnt man im Kinderzimmer, denn Elektrosmog kann bei Kindern besonders die Nachtruhe stören. Wenn Sie Ihr Kind morgens am Fußende oder querliegend im Bett vorfinden, kann das ein Signal sein. Oft versuchen Kleinkinder im Schlaf, den Strahlungen durch eine Veränderung der Schlafposition auszuweichen. Elektrosmog wirkt sich negativ auf das Befinden von Kindern aus, sie reagieren weitaus sensibler auf elektromagnetische Felder als Erwachsene. Wenn Ihr Kind beispielsweise unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Bettnässen oder Schweißausbrüchen in der Nacht leidet und tagsüber Konzentrationsstörungen hat, kann Elektrosmog die Ursache sein ist der Elektrosmogexperte Holtrup überzeugt.

"Es gab Studien, die darauf hinweisen, dass ein Zusammenhang besteht mit einer Dauerbelastung mit diesen magnetischen Wechselfeldern und erhöhten Leukämieraten bei Kindern."
Diesen Verdacht bestätigt auch der Wissenschaftsladen Bonn, der sich seit Jahren mit dem Thema Strahlenbelastung beschäftigt.
Schutzmaßnahmen im Kinderzimmer
Durch einfache Maßnahmen am Spiel-, Arbeits- und Schlafplatz Ihres Kindes können irritierende Strahlungen reduziert werden. Sorgen Sie Ihrem Kinde zu Liebe für ein strahlungsarmes Kinderzimmer. Ein harmonisch ablaufender Biorhythmus bewirkt Wohlbefinden und Gesundheit.

Faustregel: Abschirmen, Abschalten, Abstand halten. Die wichtigste und zugleich einfachste Schutzmaßnahme lautet Abstand zu Elektronik halten, denn mit doppelter Entfernung sinkt die elektromagnetische Feldstärke auf ein Viertel.
Hier einige Ratschläge zur Reduzierung von Elektrosmog im Kinderzimmer:
• Möglichst keine elektrischen Geräte im Kinderzimmer (besonders ungünstig sind vor allem Trafos z.B. für Halogenlampen, Eisenbahnen und Rennbahnen).
• Kein dimmbares Nachtlicht, keine Verlängerungskabel unter oder neben dem Bett.
• Nehmen Sie alle Elektrogeräte nach Gebrauch mit einem Zwischenschalter vom Netz
Also nicht im Stand-by-Betrieb belassen.
• Ein Mindestabstand von 1 bis 2 Metern gilt für Babyfone
• Nur strahlungsarme Babyphone nutzen. Auf keinen Fall Dect-Technik (Dauersender)
• Möglichst kein Computer, Fernseher und Handy im Schlafzimmer, wenn ja – nur mit großen Abstand zum Bett und nachts komplett ausstellen! Kein W-Lan nutzen.
• Stellen Sie das Kinderbett nicht in unmittelbarer Nähe von Steckdosen auf.
• Vermeiden Sie Metallteile im und am Bett.
• Lassen Sie sich beraten, ob eine Stromfreischaltung mit Netzfreischalter sinnvoll ist.
Bei Kindern im Schulalter kommt auch das Mobiltelefon als Elektrosmog verursachender Faktor hinzu, das ebenfalls elektromagnetische Strahlung abgibt. Gerade die Auswirkungen dieses Kommunikationsmittels werden stark und kontrovers diskutiert. Derzeit führt die WHO hierzu eine umfassende Studie durch. Möglich ist, dass gerade Kinder empfindlicher auf diese Strahlung reagieren, weshalb einige Experten für Kinder unter 16 Jahren eine eingeschränkte Handynutzung empfehlen.
Aber bei allen Maßnahmen bedenken Sie: Oft steckt der „Teufel“ im nicht vermuteten Detail und Elektrosmog geht auch durch Wände, so Holtrup. So kommt oft eine zusätzliche Belastung von Nebenräumen, den lieben Nachbarn oder von außen durch Funkwellen.
Daher empfiehlt der Strahlenexperte aus dem Münsterland eine baubiologische Schlafplatzuntersuchung, bei der alle Elektrosmogfelder im Detail nach baubiologischen Richtlinien untersucht und protokolliert werden. Im Anschluss erfolgt die ausführliche Beratung zur Reduzierung der Elektrosmog-Felder.
In vielen Fällen sind es kleine Veränderungen, die das Kind wieder ruhig schlafen oder trocken werden lassen und den Familiensegen wieder ins rechte Licht rücken ist Ralf Holtrup überzeugt.

Weitere Infos beim Baubiologen Ralf Holtrup 02581-784635
www.baubiologie-holtrup.de

Dienstag, März 08, 2011

Baubiologisch renovieren ohne Schadstoffe

Zeitgemäß renovieren aus baubiologischer Sicht
Jedes Jahr werden unzählige Wohnungen und Häuser renoviert, weil sie abgewohnt sind oder den Ansprüchen der Nutzer nicht mehr entsprechen. Gerade die Objekte, die 40 oder 50 Jahre alt sind, müssen aus baubiologischer Sicht besonders behandelt werden.
Was hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert? „Vieles", meint Ralf Holtrup, Baubiologe und Sachverständiger, „denn durch Baumaßnahmen, die die äußere Hülle eines Hauses vor Wärmeverlusten schützen sollen, werden nahezu luftdichte Gebäude geschaffen. Das führt häufig zu fatalen Folgen, die in ihrer Bedeutung bisweilen unterschätzt werden. Durch moderne Wärmeschutzmaßnahmen leben die Bewohner eines Hauses nach einer Renovierung häufig in Räumen mit hoher Schadstoffkonzentration.“ Gründe dafür? Früher seien viele Stoffe in Baumaterialien verwendet worden, deren Giftigkeit und Schädlichkeit erst viel später erkannt wurde. Holtrup: „Und somit bei einer Sanierung beseitigt werden sollten.“
Zu den schleichenden Krankmachern zählen, so der Fachmann, unter anderem Biozide und Insektizide. Sie wurden als Holzschutzmittel eingesetzt. Pyrethroide sind häufig in Bodenbelägen zu finden. In brennbaren Materialien oder elektrischen Geräten seien oft Flammschutzmittel enthalten, die unter Umständen gesundheitsschädlich sind. Sie sollen den Brand verlangsamen oder einschränken. Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind in Bitumen-Anstrichen oder Abdichtungen zu finden. Beachtet werden sollten ferner die leichtflüchtigen Stoffe, wie beispielsweise Aldehyde oder die Nachfolger des Formaldehyds, die Isocyanate. Holtrup: „Diese Stoffe sind häufig in Spanplatten oder anderen verklebten Materialien und Möbeln enthalten.“
Außer den ausgasenden und den schwerflüchtigen Stoffen gelte es zudem auf die faserigen Materialien wie Asbest und KMF (künstliche Mineralfaser) zu achten. Einige der genannten Stoffe seien sogar krebserregend. „Die aufgezählten Stoffe sind inzwischen in Deutschland strengstens verboten“, fügt der Fachmann an.
„Diese Belastungen müssen erkannt und entfernt werden, so dass keine giftigen und allergenen Stoffe in der Raumluft vorhanden sind. Die Renovierung ist der optimale Zeitpunkt, um sich mit den möglichen Belastungen auseinanderzusetzen und die mutmaßlichen Schadstoffe zu entfernen, bevor sie Gesundheitsschäden verursachen." so Holtrup.
Die meisten der schädlichen Stoffe seien besonders in den 60er bis 90er Jahren eingebaut worden. Verboten wurden sie oft erst nach massiven Gesundheitsproblemen der Anwender. Beispiele: Asbest ist seit 1993, schwachgebundenes Asbest schon seit 1982 verboten, Formaldehyd darf seit 1986 nur in sehr geringen Konzentration in Endprodukten vorhanden sein, PCP (Pentachlorphenol)/Lindan sind seit 1989 im Verkauf verboten.

Als Sachverständiger empfiehlt der Fachmann:
„Vor dem Ausbau verdächtiger Materialien sollte man möglichst Analysen auf Schadstoffe durchführen lassen und möglicherweise persönliche Schutzmaßnahmen treffen.“

Ein Blick in die Zukunft, also in die Zeit nach der Renovierung: Als Wandbeschichtungen eignen sich besonders gut natürliche und atmungsaktive Materialien (Kalk-, Lehm- oder Silikatfarben). Für den Bodenbereich solle der Verbraucher besser auf Vollholz, Linoleum-, Kork-, Fliesen- oder Parkettfußböden zurückgreifen.

Eine Renovierung biete sich ferner sehr gut für eine Bestandsaufnahme bzgl. der Elektroinstallation - Belastungen durch Elektrosmog - an. Holtrup: „Es ist eine Tatsache, dass an den meisten Bettplätzen eine höhere Elektrosmog-Belastung herrscht, als an einem Arbeitsplatz erlaubt wäre. Häufig bewirken kleine Maßnahmen bei einer Renovierung schon Abhilfe.“ Der Baubiologe aus dem Münsterland empfiehlt Materialien mit guter Ökobilanz zu wählen. Natürliche Materialien wirken sich unmittelbar positiv auf das Wohlbefinden der Nutzer in einer frisch renovierten Wohnung aus.

Weitere Infos: Ralf Holtrup Baubiologe und Sachverständiger, Tel. 02581-784635
www.baubiologie-holtrup.de

Sonntag, Februar 20, 2011

Schimmelpilze nach Feuchte- oder Wasserschäden

Wasserschäden in der Wohnung oder im Haus
Schnelles Handeln ist das A und O zur Vermeidung von Schimmelpilzen

Tropfende Schläuche oder undichte Anschlüsse an Abflüssen von Wanne und Waschbecken kennt sicher jeder. Wer diese Schäden schnell bemerkt, kann kostspielige Reparaturen vermeiden.

Bleiben solche Schäden unentdeckt, kann es teuer werden. Insbesondere, wenn Feuchtigkeit in die Decken und Wände dringt. „Oft sickert das Wasser unbemerkt in den Bodenaufbau und so erhält man im wahrsten Sinne des Wortes einen schwimmenden Estrich“, sagt Ralf Holtrup, Vorstandsmitglied des Baubiologenvereins BIOLYSA e.V. Zeichen für einen Wasserschaden seien oft verfärbte Flächen. Andere Signale: Schimmel und muffiger Geruch.
Holtrup weiter: „Die in den Bodenaufbau eingedrungene Wassermenge verteilt sich unterhalb des Estrichs und durchfeuchtet diese mehr oder weniger stark. Schon nach drei Tagen ohne Trocknungsmaßnahmen kann es zu einem massiven Schimmelpilzwachstum kommen. Die Pilzsporen verteilen sich dann mit jedem Schritt eines Menschen in den Räumen.“ Schnelles Handeln sei deswegen angezeigt. Man sollte nicht erwarten, dass die Feuchtigkeit von alleine abtrocknet. Holtrup: „Auch das Warten auf eine Reaktion der Hausratversicherung hilft im Kern nicht.“

Sobald der Schaden erkannt ist, solle man besser ein professionelles Trocknungsunternehmen oder einen Schimmelsanierer beauftragen.
Das Aufstellen von Entfeuchtungsgeräten sei in bewohnten Räumen keinesfalls ausreichend. In vielen Fällen, so der Baubiologe von BIOLYSA, möchten die Wohnungseigentümer oder Versicherer Kosten sparen und belassen es bei einer Unterestrichtrocknung. Allerdings könne niemand sicher sein, dass alle Wasserstellen beseitigt seien und keine Schimmelbelastung der Raumluft vorliege. Der Sachverständige Holtrup ergänzt: „Es sollte in jeden Fall ein Gutachter für Schimmelschäden eingeschaltet werden. Durch geeignete Probeentnahmen kann eine Schimmelfreiheit der Räume und der Atemluft nachgewiesen werden.“

Dabei sollte man sich aber nicht zwingend auf die Gutachter der Versicherungen oder der Sanierer verlassen. „Unabhängige Gutachter sind in jedem Fall zu bevorzugen. Sie werden die Situation neutral beurteilen und haben keine wirtschaftlichen Überlegungen im Hinterkopf", meint Holtrup.

Weitere Infos und Tipps bei Ralf Holtrup www.baubiologie-holtrup.de oder
www.biolysa.de

Montag, Februar 14, 2011

Elektrosmog bei Babys und Kinder: Babys im Störfeld von Handy, TV, Computer

Babys im Störfeld von Handy, TV, Computer

Aus: Wohnung + Gesundheit 137, Herbst 2010, S. 24-25 (v. Maria Luisa Nüesch)

Physische und psychische Wirkungen Sollen wir unsere Gewohnheiten im Umgang mit dem Handy, dem Fernseher und dem Computer wegen eines Babys umstellen? Maria Luisa Nüesch vom Verein Spielraum-Lebensraum e.V. (www.spielraum-lebensraum.ch) in der Schweiz plädiert für eine neue Hygiene im Umgang mit Aufmerksamkeit verschlingenden Technologien.
Handys, Fernseher und Computer machen unser Leben scheinbar kommunikativer. Trotz der ständigen Erreichbarkeit - oder vielleicht gerade wegen ihr - ist ein wachsender Beziehungsverlust zu beobachten. Dabei ist Beziehungspflege die zentrale Grundlage für eine gedeihliche Entwicklung von Neugeborenen.

Babys sind anders. Sie erleben sich nicht getrennt von der Umgebung. Ihr ganzer Körper ist ein hochsensibles Sinnesorgan. Sie sind empfindsam und überaus sozial. Babys können ihre Wahrnehmungen nicht bewusst verarbeiten, sondern sind ihnen schutzlos ausgeliefert. Ihr einziger Anker, ihre einzige Sicherheit, ist der emotionale Kontakt mit nahe stehenden Menschen.
Wenn wir die Bedürfnisse von Babys lesen lernen, führen sie uns zu einer neuen Wahrnehmung der Welt. Ihr lebenswichtiges Verlangen nach Ruhe, Wiederholung und Einfachheit kann auch den Eltern eine neue Lebensqualität verschaffen. Um aber heute auf Handys, Fernseher und Computer in Gegenwart von Babys zu verzichten, braucht es, außer viel Liebe und Respekt, vermehrtes Wissen um deren Wirkung.

Die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der frühen Bindungsforschung zeigen, dass die Folgen gravierend sind, wenn Störungen in der ersten Lebenszeit vorliegen.

Ruhe nach der Geburt Fachleute raten Eltern dringend davon ab, sich während oder nach der Geburt von technischen Geräten wie dem Handy (SMS) und dem Fernseher ablenken zu lassen. Es gibt Wochenbettabteilungen, die Handyund TV-freie Zimmer einführten, um Babys und Müttern die notwendige Ruhe zu gewähren. Dazu sagt der Neurobiologe Gerald Hüther: »Alles, was eine Mutter davon ablenkt, sich ihrem Kind während der ersten Tage zu widmen, ist Gift für das sich entwickelnde Gehirn des Kindes und Gift für die sich entwickelnde Beziehung zwischen ihr und ihrem Kind. Die vertrauensvolle Beziehung bildet die Grundlage für die gesamte weitere Entwicklung. Wenn sie nicht gelingt, bleibt das Kind ängstlich und hat große Probleme, sich in der neuen Welt sicher zu fühlen. Es verliert seine Offenheit und Lernfreude. Das ist das Schlimmste, was einem Kind nach der Geburt passieren kann.«

Fernsehende Mütter können die Mimik ihres Säuglings nicht mehr verstehen Ein eingeschalteter Fernseher zieht die Blicke der Anwesenden unwillkürlich auf sich. Babys müssen den hohen Dauerton (15625 Hz) über sich ergehen lassen. Das zuckende Licht stört - so zeigten Studien - auch schlafende Kinder. Die Strahlung bewirkt eine Reizüberflutung, die den Stresspegel ansteigen lässt.
Das Fernsehen schwächt die Wahrnehmung für das Lebendige, wie jahrelange Untersuchungen von Heinz Buddemeier von der Universität Bremen zeigen. Doch auf die ist man angewiesen, um die so wichtigen, zarten Signale des Säuglings erkennen und spiegeln zu können.
Weshalb gibt es eine zunehmende Zahl von Müttern, denen es schwer fällt, die Mimik und Körpersprache ihres Babys zu »lesen«? Die Folge ist eine tiefe Verunsicherung bis hin zur Angst, das Kind nicht verstehen zu können. Das Baby schließt sich zusehends ab, um zu überleben, wenn es sich nicht wahrgenommen fühlt. Je früher ein solcher Zustand erkannt wird, desto schneller wirksam ist die »emotionale erste Hilfe«, eine Krisenintervention, die eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung wieder ins Lot bringen kann.
Die Entwicklung der Technik geht so rasant vonstatten, dass wir von Jahr zu Jahr vor neuen Phänomenen stehen. Eine Studie in London ergab, dass etwa ein Viertel der befragten 1466 Vollzeitmütter mehr Zeit im Internet (Facebook, Twitter, Einkäufe bei E-Bay) verbringt, als mit ihren Kindern. Viele von ihnen surfen mehr als fünf Stunden am Tag. Dabei zeigen sie die bekannten Symptome bei Entzug wie Schweißausbrüche, Reizbarkeit, Realitätsverlust, Isolation.
Ein Extremfall wird aus Suwon berichtet, einem Vorort von Seoul. Hier starb ein drei Monate alter Säugling aufgrund von Unterernährung, weil sich die Eltern lieber um ihr »Avatar- Kind« kümmerten. Sie waren von einem Spiel namens »Prius« besessen, in dem sie ein virtuelles Kind namens »Anima« aufzogen. Im September kam das arbeitslose Paar nach zwölf Stunden Internetcafé nach Hause und fand das eigene Kind tot.
Mit der schnellen Verbreitung von iPhones und iPads wird das Suchtverhalten weiter ansteigen. 32 Prozent der Besitzer geben selber an, Angst vor Abhängigkeit zu haben. Für 42 Prozent wäre der Verlust des Gerätes eine Tragödie!
Wir müssen damit rechnen, dass nicht nur die Zahl der computersüchtigen, um sich schießenden Jünglinge zunimmt, sondern auch die Zahl der jungen Eltern, die durch die Einwirkung verschiedener neuer Technologien von ihren Kindern abgeschnitten werden.

Die Tyrannei der Klingel Nach einer Studie sprechen in Deutschland Mütter durchschnittlich schon länger in ihr Handy als zu ihren Kindern. Für Kinder ist die innere Abwesenheit der telefonierenden Eltern nicht nachvollziehbar. Besonders gefährdet sind Kinder, die eine schwierige Geburt hatten. Es hilft, zu Hause Telefonzeiten einzuführen, zum Beispiel, wenn die Kinder schlafen. Auch ein Anrufbeantworter kann dazu beitragen, den Alltag stressfreier zu gestalten.
Schützen Sie vor allem die Stillzeiten. Beim Stillen ist die volle Zuwendung zum Baby und die innere Präsenz der Mutter zentral. Auch während der Pflege – wickeln, baden, anziehen – entsteht eine innere Qualität, wenn Sie sich bewusst dem Kind zuwenden.
Der Hunger des Babys nach Beziehung wird durch die zugewandte Art beim Stillen und bei der Pflege gesättigt. Wählen Sie einen Kinderwagen mit Blickkontakt und schalten Sie das Handy aus. Nehmen Sie sich Zeit, um mit Ihrem Kind zu plaudern – es braucht den Blickkontakt auch, um sich sicher zu fühlen. Sorgen Sie schon vor der Geburt dafür, dass Sie reale erwachsene Gesprächspartner und ein unterstützendes Netz um sich haben. Innere Einsamkeit kann weder durch das Handy noch durch Chatten kompensiert werden.

Wie Mobilfunkstrahlung wirkt Handys und schnurlose Haustelefone sind ungemein praktisch, aber sie haben Nebenwirkungen. Diese sind umso gravierender, je jünger ein Mensch ist. Der Organismus des Kindes ist viel durchlässiger und empfindlicher als beim Erwachsenen. Am meisten Strahlung wird vom Kopf aufgenommen, der beim Kleinkind im Verhältnis zum Erwachsenen viel größer ist. Zwanzig Sekunden Handytelefonat reichen aus, um das Blutbild zu verändern und rote Blutkörperchen zum Verklumpen zu bringen (www.diagnose- funk.org). Die Salford-Studie beschreibt potenzielle Gehirnschädigungen durch die Öffnung der Blut- Hirn-Schranke. Salford hält frühe Demenz und Alzheimer für möglich. Die Mobilfunkstudie des Schweizer Bundesamtes 2007 stellt Kopfweh bei Kindern fest. Es sind Veränderungen im Verlauf der Gehirnströme im EEG erkennbar. Mobiles Telefonieren der Mutter beeinflusst die Herzaktivität von Ungeborenen. Besonders für Eltern empfiehlt es sich, auf schnurlose Kommunikation zu verzichten.

Empfehlungen zur Reduktion der Strahlenbelastung

* Handys nur in Notfällen und kurz benutzen. In der Regel ganz ausschalten, da sie sonst ständig den nächsten Sendemast anfunken.
* Das Handy auf keinen Fall im Kinderbett oder Kinderwagen »parken«.
* Möglichst im Freien bei guter Verbindung telefonieren. - Je dicker die Wände, desto stärker die Leistung.
* Handys in Fahrzeugen nicht benutzen und vollständig ausgeschaltet lassen.
* Grundsätzlich ein Schnurtelefon benutzen.
* Gesundheitliche Schädigungen durch DECT-Telefone (mit Basisstation) sind womöglich noch stärker als beim Handy.
* W-Lan/Bluetooth nicht verwenden, stattdessen eine Kabelverbindung.
* Babyphone: keines mit DECT Standard, mehr als zwei Meter Abstand vom Bett, Gerät ohne Reichweitenkontrolle verwenden.

Weitere Artikel rund um das gesunde Bauen und Wohnen finden Sie in der Zeitschrift “Wohnung + Gesundheit”
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Baubiologie-Holtrup

Montag, Januar 31, 2011

Warum Schimmelpilze im Winter

Warum zeigen sich schwarze Schimmelflecken so oft im Winter? (aus Stiftung Warentest 02/2011)

Schimmelpilzsporen sind immer und überall in der Luft vorhanden. Um aber wachsen und sich massenhaft vermehren zu können, brauchen sie vor allem eines: Feuchtigkeit. Im Winter finden die Pilze diese idealen Lebensbedingungen oft an kalten Zimmerwänden. Großflächiger Befall mit Schimmelpilzen belastet die Raumluft und kann die Gesundheit gefährden.

Aber ist im Winter nicht eher trockene Heizungsluft weit verbreitet?
Ja, deshalb drohen die Probleme auch nicht überall. Wo viel gelüftet wird, sind die Risiken geringer. Aber wenn Außenwände zu stark auskühlen, kann es sogar in gut gelüfteten Wohnungen zu Problemen kommen: An den kältesten Stellen kondensiert Wasser. Das ist der gleiche Effekt, der Brillenträgern im Winter beim Betreten einer Wohnung den Durchblick raubt. Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich an der kühlen Oberfläche nieder.

Wo ist das Risiko am größten?
Grundsätzlich sind alle Außenwände mit schlechter Wärmedämmung problematisch. Besondere Risiken bergen allerdings sogenannte Wärmebrücken. Das sind Stellen in der Außenwand, über die besonders viel Wärme nach draußen entweicht. Viel Energie kann über gute Wärmeleiter wie zum Beispiel Stahl und Beton verloren gehen. Damit gebaute Balkone oder Vordächer wirken mitunter wie Kühlrippen.
Warum entstehen Schimmelflecken vor allem in den Zimmerecken?

Weil dort relativ große kalte Wandflächen draußen den kleineren Innenwandflächen gegenüberstehen. Das führt dazu, dass die Wände drinnen stark auskühlen. Auch Fensterlaibungen sind oft gefährdet.
Ist Pilzbefall immer sichtbar?

Nein, oft wachsen Schimmelpilze im Verborgenen. Etwa hinter einer Schrankwand, die zu dicht vor einer kalten Wand steht. Die wenige Luft, die hierhin zirkuliert, kühlt sich besonders stark ab. Ähnliche Effekte drohen zum Beispiel hinter Wandverkleidungen und Fußbodenleisten.

Woher kommt die Feuchtigkeit?
Je größer der Befall durch Schimmelpilze, desto höher das gesundheitliche Risiko. Im Extremfall drohen Allergien oder Atemwegserkrankungen. Aber kein Grund zur Panik: Sind die Ursachen erst einmal ermittelt, lassen sich viele Probleme relativ einfach lösen.

Eine feuchte Badezimmerwand kann ein Indiz für ein undichtes Wasserrohr sein. Ein kaputter Dachziegel hat möglicherweise zu Wasserflecken an der Zimmerdecke geführt. Löchrige Regenrinnen und Rohre durchfeuchten hier und da das Mauerwerk. Das meiste Wasser, das Schimmelpilze wachsen lässt, kommt allerdings von den Bewohnern selbst: Beim Atmen, Schwitzen, Kochen, Duschen und Wäschetrocknen verdunstet oft mehr Wasser, als wenn man täglich einen 10-Liter-Eimer Wasser auskippen würde. Diese Feuchtigkeit muss durch Lüften aus der Wohnung entfernt werden.

Wie lange muss ich lüften?
Die intelligenteste Art zu lüften ist im Winter die sogenannte Stoßlüftung: bei weit geöffneten Fenstern mit Durchzug querdurch die ganze Wohnung. Oder bei Einfamilienhäusern sogar vom Erdgeschoss bis zur obersten Etage. Meist reichen dann etwa 5 Minuten, um für einen vollständigen Luftaustausch zu sorgen.

Wie oft soll ich lüften?
Am besten mindestens dreimal täglich: zum Beispiel morgens, nach der Arbeit und spätabends vorm Ins-Bett-Gehen. Bei Bedarf, etwa nach dem Duschen oder Kochen, sollte man die Fenster auch zwischendurch kurz öffnen, um viel Wasserdampf sofort aus dem Haus zu leiten.

Ist Lüften überhaupt sinnvoll, wenn es draußen nass und kalt ist?
Eindeutig ja. Denn beim Lüften helfen die Gesetze der Physik: Wenn 0 Grad kalte Luft mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent in die Wohnung strömt, enthält ein Kubikmeter Luft nur 5 Milliliter Wasser. Wenn die Heizung diese Luft erhitzt, steigt die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, enorm an. Beispiel: Bei 22 Grad Celsius und 60-prozentiger Luftfeuchtigkeit liegt der Wassergehalt bei 12 Millilitern pro Kubikmeter. Je kälter die Luft von draußen und je stärker die Heizung, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen und desto mehr Wasser lässt sich mit Stoßlüftung aus dem Haus befördern.

Und warum gibt es Schimmelflecken trotz guter Lüftung?
Die Pilze sind oft auch Bioindikatoren für Baumängel: Gegen die Folgen schlimmer Wärmebrücken, undichter Rohre oder im Mauerwerk aufsteigender Bodenfeuchte lässt sich schlecht anlüften. Deshalb unbedingt die Ursachen klären und beseitigen. Fachleute, zum Beispiel unabhängige Energieberater, können helfen.
Kann ich Schimmelbefall selbst bekämpfen?

Je größer der Befall durch Schimmelpilze, desto höher das gesundheitliche Risiko. Im Extremfall drohen Allergien oder Atemwegserkrankungen. Aber kein Grund zur Panik: Sind die Ursachen erst einmal ermittelt, lassen sich viele Probleme relativ einfach lösen. Welche Schimmelpilze an feuchten Wänden ihr Unwesen treiben, lässt sich mithilfe spezieller Nährböden prüfen.

Je größer die Schadensfläche, desto mehr sind Profis gefragt. Kleinere Flecken lassen sich gut mit 70-prozentigem Alkohol abtöten: Flecken damit einpinseln, 30 Minuten einwirken lassen und dann mit alkoholgetränkten Tüchern abreiben. Putzlappen anschließend am besten im Hausmüll entsorgen. Während der Arbeiten gut lüften. Allergiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten sich dabei nicht im Raum aufhalten.

Quelle: Stiftung Warentest 2/2011
http://www.test.de/themen/haus-garten/meldung/Schimmel-Frischluft-hilft-nicht-immer-4195108-4195112/?at=likeCount


Weiter Infos, Analyse und Ursachenklärung im Raum Münster Osnabrück:
Ralf Holtrup, Sachverständiegr für Schimmelpilze (TÜV), Tel. 02581-784635

Mittwoch, Dezember 15, 2010

Fogging: der Schwarze Staub oder Magic Dust – Was ist das?

Wenige Wochen nach Beginn der Heizperiode bemerken derzeit wieder etliche Haus- und Wohnungsbesitzer schwarzen Staub oder schwarze Schmiere an den Wand- und Deckenflächen. Das Phänomen hat einen Namen: Fogging.

Unklar ist allerdings, wie es zur Bildung der unschönen Beläge kommt. Ralf Holtrup, Baubiologe und Schadstoffexperte aus Sassenberg, hat zumindest einen Verdacht: „Man geht davon aus, dass es bei Renovierungsarbeiten zu Wechselwirkungen von Bauprodukten und Hausstaub kommt.“ Aus Laminaten, Vinylschaum-Tapeten, PVC-Bodenbelägen oder Wandfarben gasen Weichmacher aus, beispielsweise Lösemittel oder Haftvermittler, so Holtrup. Dazu gesellen sich bisweilen ungünstige Umstände wie Tabakrauch oder die Nutzung von Kerzen. Holtrup: „Auch Heizkörper und kalte Stellen an den Wänden, so genannte Wärmebrücken, verstärken das Problem.“

Deswegen sei der schwarze Staub häufig dort anzutreffen wo alte Heizungen mit hoher Vorlauftemperatur oder Nachtspeichergeräte vorhanden sind. Leider ist die schnelle Reinigung oft gar nicht so einfach: Denn beim Versuch, die Beläge abzuwischen, müssen die Betroffenen immer wieder erkennen, dass das Problem nur noch schlimmer wird. Auch eine falsche Verwendung von Baumaterialien könne das Problem hervorrufen.

Der Baubiologe kennt das Phänomen aus seiner Gutachterpraxis: „Da gibt es Leute, die verwenden Fassadenfarbe als Innenanstrich oder kombinieren Baumaterialien, deren Komponenten nicht zusammenpassen. Da kann man manchmal von Glück reden, wenn nur Fogging entsteht.“ Das Phänomen sei zwar lästig, aber meist nicht gesundheitsschädlich. Man soll nur die abgebenden Materialien wieder entfernen und bessere Naturmaterialien benutzen.

Natürlich dürfe man bei der heutzutage üblichen dichten Bauweise das richtige Lüften in Wohnungen nicht vergessen, so der Raumluftexperte. Durch Querlüftung der Wohnung - mindestens drei Mal am Tage - wird die Raumluftfeuchtigkeit verringert, was Schimmelbefall vorbeugen könne. Es werde zudem der Schadstoffgehalt in der Innenluft deutlich reduziert, was nicht nur Fogging verhindere, sondern der Gesundheit insgesamt nütze.

Im Zusammenhang mit Fogging und Schadstoffen in der Innenraumluft weist der Fachmann ferner darauf hin, dass man in Wohnungen mit Teppichböden unbedingt zum Staubsaugen einen Sauger mit HEPA-Filterung benutzen solle, damit die Schadstoffe in den Filtern zurückgehalten werden. Bei glatten Oberflächen sei feuchtes Wischen zweimal pro Woche angebracht. Zumindest, wenn im Haus ein Allergiker wohne.

Gegebenenfalls könne eine Wohnungsanamnese und Laboranalyse der schwarzen Beläge helfen, die Ursache einzugrenzen. Unterstützung dabei Ihnen im Bereich Münsterland der Sachverständige Holtrup bieten unter www.baubiologie-holtrup.de, Tel. 02581-784635.
Oder ansonsten eine der weiteren Biolysa Beratungsstellen unter www.biolysa.de.

Donnerstag, Dezember 02, 2010

Vortrag Schimmel im Haus in Münster


Jetzt zum Winter ist Sie wieder da: die Schimmelgefahr: Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Schimmelpilzen unter einem Dach, schätzen Wissenschaftler der Universität Jena. Vor allem im Herbst und Winter sind Schimmelpilze eine buchstäblich wachsende Gefahr. Falsches Heiz- und Lüftungsverhalten oder unsachgemäße Dämmung ist die häufigste Ursache. Ein Ärgernis für Mieter und Vermieter. Schimmelpilze können nicht nur zu Schäden im Mauerwerk führen, sie können sich auch sehr negativ auf das Raumklima auswirken und vor allem die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. „Deshalb darf und sollte man nicht Schimmelpilze auf die „leichte Schulter nehmen“, sondern die Ursachen bekämpfen“, so der TÜV-zertifizierte Sachverständige und Baubiologe Ralf Holtrup. Er berichtet von seinen Erfahrungen als Baubiologischer Berater des deutschlandweit aktiven gemeinnützigen Vereins Biolysa e.V.. Selbstverständlich werden auch Tipps zur Vermeidung gegeben und Fragen beantwortet. Dienstag, 07. Dezember 2010 um 20:00 Uhr im Gesundheitshaus, Gasselstiege 13 in Münster. Die Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Informationen unter Biolysa e.V. Beratungsstelle 02581-784635.
oder www.baubiologie-holtrup.de

Samstag, November 13, 2010

Schimmel und Feuchte im Haus - Das Problem Neubaufeuchte

Wer heutzutage schnell in sein neu errichtetes Haus einziehen will, kämpft gerade in den ersten Monaten mit der Feuchtigkeit eines Neubaus. Denn im Massivbau werden auf 100 Quadratmetern rund 9000 Liter Wasser verwendet. Und dieses Wasser muss nach der Fertigstellung irgendwo hin. Tipps für Bauherren, die sehr schnell in ihr neues Haus einziehen wollen, geben die Fachleute von Biolysa e.V.

Ralf Holtrup vom Verein: „In der Massivhaus-Bauweise, wo Steine, Mörtel, Beton, Estriche und Putze verarbeitet werden, ist es ganz normal, dass mit viel Wasser gearbeitet wird. Man sagt, dass pro Quadratmeter Wohnfläche bei einer Massivbauweise 90 Liter Wasser verarbeitet werden.“ Besonders die heute sehr dichte Bauweise, die aus Energieeinsparungsgründen erforderlich sei, so Jockel, verhindere zusätzlich den Wassertransport an die Luft.

Der Baubiologe und Sachverständige aus dem Münsterland blickt in die Geschichte des Bauens zurück und sagt: „Schon im Mittelalter wurden Neubauten dem Gesinde kostenlos oder zu einem verbilligten Mietzins überlassen. Das so genannte „Trocken wohnen“ dauerte meist 6 bis 12 Monate.“

Hierzu passe, so Holtrup, ein alter Spruch: "In seinem neuen Haus lässt man im ersten Jahr seine Feinde, im zweiten Jahr seine Freunde wohnen. Erst im dritten Jahr zieht man selbst ein."

Früher wurde der Rohbau bis zu Beginn des Winters gebaut, das Dach wurde gedeckt und der Rest des Hauses blieb offen. Der Fachmann ergänz: „So konnte über die Winterzeit ein Rohbau abtrocknen.“ Aus Kostengründen wurde allerdings in den vergangenen 30 Jahren eine immer schnellere Bauweise entwickelt. Ein Einfamilienhaus ist bisweilen innerhalb eines halben Jahres bezugsfertig zu erstellen.

Holtrup fragt daher: „Wo bleiben unsere 9000 Liter Wasser, die wir in unserem Baukörper, in den Wänden, im Putz oder Estrich verarbeitet haben?“

Die Feuchtigkeit werde in der Regel durch Wasserdampfdiffusion an die Bauteiloberflächen transportiert. Hohe Luftfeuchtigkeit muss im Haus allerdings durch ständiges Lüften und Heizen ausgeglichen werden, um eine Bildung von Schimmelpilzen zu verhindern. Bei einem Neubau, der in konventioneller Bauweise errichtet wurde, dauere, so Holtrup, die Austrocknungsphase etwa zwei Jahre. Der so genannte feuchtebedingte Heizenergie-Mehrverbrauch liege in der ersten Heizperiode bei ca. 15 bis 25 Prozent.

„Der Bezug von schnell errichteten Wohnungen und Häusern bringt nicht nur Nachteile in Form des erhöhten Energieverbrauchs, sondern birgt auch noch andere Gefahren, wie z.B. die Schimmelpilzbildung, wenn man die grundlegenden Regeln nicht beachtet.“, ergänzt der Fachmann.

Weitere Infos unter 02581-784635 oder www.baubiologie-holtrup.de
oder www.biolysa.de

Montag, Oktober 18, 2010

Schimmel und Bakterien im Kühlschrank im Haus

Wo in Ihrer Wohnung keimt es wohl am meisten? In der Toilette, denken Sie? Falsch! Sehen Sie lieber mal in Ihrem Kühlschrank nach...
Laut dem aktuellen Hygiene-Report 2010 fühlen sich Pilze und Bakterien in Kühlschränken und in den Silikonfugen in Dusche und Waschbecken am wohlsten. Heißt: Zwischen Salami, Butter und Gurke lauern bei Ihnen wahrscheinlich mehr Keime als in Ihrem Klo!
Für eine internationale Studie der Hygiene Council, einer weltweiten Initiative verschiedener Gesundheitsexperten, wurden die Wohnungen von 180 Familien in neun Ländern (Deutschland, Großbritannien, USA, Kanada, Südafrika, Saudi-Arabien, Malaysia, Australien, Indien) untersucht. In allen Familien lebten mindestens zwei Kinder unter zehn Jahren.
Die Ergebnisse im Überblick:
1. Zwei Drittel der Silikonfugen (70 Prozent) in den Badezimmern waren übermäßig stark mit Bakterien verunreinigt, mehr als die Hälfte (56 Prozent) von Schimmelpilzen befallen.
Virologe Prof. John Oxford am St. Bartholomew's and the Royal London Hospital und Vorsitzender des Hygiene Council: „Badezimmerdichtungen gehören zu den schmutzigsten Bereichen, obwohl sie auf den ersten Blick sauber aussehen.“ Gefährlich, denn mögliche Gesundheitsfolgen reichen von Pilzinfektionen über Atemwegserkrankungen wie Asthma bis hin zu Allergien!
Auf Platz 2 der ekligsten Orte in der Wohnung: der Kühlschrank. In fast jedem zweiten fanden die Tester zu viele Bakterien (46 Prozent) und Schimmelpilze ( 44 Prozent).
Bereits 2007 zeigte sich US-Wissenschaftlern der Universität von Arizona dieser „Ekel-Trend“: Bei Proben aus Kühlschränken kamen durchschnittlich 11,4 Millionen Keime pro Quadratzentimeter zum Vorschein – weit mehr als auf mancher Toilette, auf der sich aber im Durchschnitt rund 100 verschiedene Erreger tummeln.
Grund für die dreckigen Kühlschränke: Zu hoch eingestellte Temperaturen (über acht Grad) ermöglichen den Keimen das ideale Umfeld zum Vermehren, vor allem im Kondenswasser. Zudem reinigen die meisten Menschen ihre Kühlschränke falsch oder zu selten. 85 Prozent der Befragten putzen ihn lediglich einmal pro Monat! Mögliche Folge: Magen-Darm-Krankheiten und Allergien.
Den dritten Platz der Keimschleudern belegen die Geschirrhandtücher. Jedes dritte war übermäßig verschmutzt (36 Prozent). Problem: Die Handtücher werden zu selten gewechselt oder falsch gewaschen – also bei weniger als 60 Grad Celsius.
Zuletzt zeigte sich: Die Griffe von Wasserkochern sind ebenfalls unterschätzte Bakterienherde. Jeder vierte Griff (22 Prozent) war übermäßig verschmutzt – und damit dreckiger als die meisten Computertastaturen.

Quelle: Bild-Ratgeber online
http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2010/10/13/hygiene-report-2010/studie-kuehlschrank-klo-bad-geschirrhandtuecher-wasserkocher.html

Tipp: Silikonfugen nach dem Duschen trocken wischen und öfter austauschen.
Kühlschrank öfter reinigen. Evtl. mit Essigsessenz - aber bitte nicht mit
Desinfektionsmitteln, die zu weiteren Problemen führen können!

Weitere Infos und Beratung bei Schimmelpilzen:
Baubiologe und Sachverständiger (TÜV) Ralf Holtrup

Donnerstag, Oktober 14, 2010

Schadstoffe / Wohngifte / Schimmel im Fertighaus

Fertighäuser sind zwar nicht mehr der große Trend in der Baubranche, aber nach wie vor spielt die Schadstoffbelastung gerade bei diesem Haustyp eine Rolle. „Bei älteren Fertighäusern, die bis etwa 1990 gebaut wurden, kommt es immer wieder vor, dass die Bewohner einen unangenehmen, manchmal sogar schimmelig-moderigen Geruch wahrnehmen“, sagt Ralf Holtrup, Vorstandsmitglied bei BIOLYSA e.V. Es komme teilweise zu gesundheitlichen Problemen. Holtrup nennt als Beispiele Atemwegserkrankungen und Hautirritationen.

Die üblichen Verursacher hinter dem Problem zu vermuten, sei indes zu kurz gedacht. „Ein zuerst vermuteter Schimmelpilzbefall ist meist nicht die Ursache.“ Der Grund für die Beschwerden liege vielmehr in den damals verbauten Materialien.
Fertighäuser wurden und werden zum größten Teil aus Holz und Holzwerkstoffen hergestellt.
Das an sich sei zwar positiv, sagt der Fachmann von Biolysa, aber damals sei das Holz leider mit gesundheitsschädlichen Stoffen behandelt worden.
Bis in die 90er Jahre sei es gängige Praxis gewesen, das Holz mit Holzschutzmitteln zu imprägnieren. Später stellte sich dann heraus, dass diese stark gesundheitsgefährdend sind. Holtrup: „Insbesondere Pentachlorphenol (PCP) und Gamma-Hexachlorcyclohexan (Lindan) müssen in diesem Zusammenhang genannt werden.“
Auch wenn die Verwendung dieser Chemikalien heute stark eingeschränkt oder sogar verboten sei, würde man sie als Altlasten in den damals gebauten Häusern noch finden.

Darüber hinaus könne aus ebenfalls verbauten Pressspanplatten Formaldehyd ausgasen, das auch als Auslöser verschiedener gesundheitlicher Beschwerden bekannt sei.
Laut Ralf Holtrup, der als Sachverständiger und Baubiologe im Münsterland lebt, stamme der typische muffige „Fertighausgeruch“ aus den phenolhaltigen Harnstoffklebern dieser Bauplatten: „Diese bilden sich erst nach mehreren Jahren durch chemische Reaktionen. „Neben der Gesundheit werde dabei auch der Alltag der Menschen gestört. „Soziale Isolation kann die Folge sein - Kinder werden beispielsweise oft von ihren Kameraden verspottet und gemieden, im Extremfall will niemand mehr mit den Leuten zu tun haben."
Wichtig sei in so einem Fall eine geeignete Sanierungsstrategie.

Weitere Infos, Beratung und Untersuchungen bei www.baubiologie-holtrup.de

Sonntag, Oktober 10, 2010

Neue Funktechnologien im Haus: Heizkostenablesung per Funk

Neue Funktechnologien im Haus
In den letzten Jahren hat sich in der Immobilienbranche eine neue Entwicklung durchgesetzt: Mit Einführung der Funkablesung wurde die Erfassung und Übertragung von Verbrauchsdaten erheblich weiterentwickelt. Funk-Heizkostenverteiler erfassen, speichern und übertragen alle Verbrauchsdaten für die verbrauchsabhängige Abrechnung. Sie speichern den Verbrauch zur Monatsmitte, zum Monatsende und zum Stichtag. Ein integrierter Sender übermittelt die Werte zu diesen Tagen an eine Funkschnittstelle.
Während die Branche ein Loblied auf die Vorteile dieser Entwicklung singt, werden Nachteile gern verschwiegen. Auch wenn Mieter oder Eigentümer bei der Erfassung nicht mehr anwesend sein müssen, wächst die Belastung sehr wohl, wenn Menschen in Ralf Holtrup, Baubiologe und Mitglied bei Biolysa e.V., kommentiert die Probleme so: „Werden Daten gesendet, kann eine Sendeleistung bis max.10000 µW entstehen. Der Standart der Baubiologischen Messtechnik SBM 2008 sagt, dass bei Schlafplätzen eine extreme Auffälligkeit vorliegt, wenn Sie über 1000 µW liegt. Sensible Menschen sollten auf Techniken verzichten, von denen gepulste elektromagnetische Wellen ausgehen.“ Erfolgt jedoch die Übertragung durch ein Analog- oder ISDN-Modem, so gehe von dieser „kabelgeführten Übertragung“ keine Belastung in Richtung Hochfrequenz aus.
Das Landgericht Hamburg hat in einem Streitfall, bei dem die Anschaffung der neuen Technik aus Kostengründen erfolgen sollte, wie folgt geurteilt: In einem Beschluss vom 10.4.2008 wurde in zweiter Instanz der Versuch einer Vermieterin zurückgewiesen, ihrem Mieter Heizkostenverteiler mit Funktechnik aufzudrängen (Aktenzeichen: 334 S 1/08). Tenor: Die Vermieterin blieb die Begründung für ihre Behauptung schuldig, dass die neuen Geräte genauer messen würden. Die Richter entschieden deshalb, der Mieter müsse den Austausch allenfalls dann dulden, wenn die Vermieterin ihn von den Mehrkosten freihalte, die durch die neuen Geräte anfallen. Dies hatte die Vermieterin jedoch nicht angeboten.

Weiter Info zu Elektrosmog und Untersuchungen:
www.baubiologie-holtrup.de

Freitag, Oktober 01, 2010

08.-10.10.2010 - Baubiologie Kongress in Würzburg

Vom 8.10.10 bis 10.10. 10 findet ein Baubiologen-Kongress in Würzburg statt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Baubiologie & Ökologie Neubeuern IBN veranstaltet der VERBAND BAUBIOLOGIE den

2. Internationalen Baubiologischen Kongress

Termin: 08.-10.10.2010
Veranstaltungsort: In Würzburg auf der Marienfestung
Gebühr incl. Verpflegung: VB-Mitglieder 150 Euro, Nichtmitglieder: 250 Euro

Geplante Programmschwerpunkte:
Mobilfunk: Die neuen Techniken und ihre Folgen
MCS: Innenraumbelastungen und Selbsthilfe
Baubiologie International: Neues aus Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Österreich, Kanada, USA, Japan…
Umweltmedizin und Baubiologie Krankheit und Ursache
Baubiologisches Bauen energiesparend und recyclingfähig
Innenraumbelastung durch Schimmelpilze Krankheitsbilder und Sanierung

Folgen Sie dem Link zur Anmeldung:
http://www.verband-baubiologie.de/pdf/VB_Kongress_2010.pdf

Baubiologe Ralf Holtrup ist auch dabei. Bei Fragen 02581-784635

Freitag, September 17, 2010

Neue Vorträge: Elektrosmog und die Gesundheit - Biolysa e.V. Vortragsreihe mit dem Baubiologen und Sachverständigen Ralf Holtrup

Der Verein Biolysa e.V. steht für Gesundes Wohnen und Leben und bietet baubiologische Beratung und Informationen zur Erkennung und Vermeidung von schädlichen Umwelteinflüssen und informiert auch über seriöse Haus- und Schlafplatzuntersuchung.
Die Beratungsstelle im Großraum Münster Osnabrück Gütersloh startet mit dem Baubiologen Ralf Holtrup eine neue Vortragsreih

Gesundheitsrisiko Schlafplatz –
Der Einfluss von Elektrosmog und Erdstrahlen auf den Schlaf und die Gesundheit


23.09.10, 33803 Hasbergen, Schule am Roten Berg, Schulstr. 16, 19:30 Uhr


26.09.10, 49201 Dissen, VHS, Realschule, 19:30 Uhr


05.10.10, 49525 Lengerich, VHS, Realschule, Bahnhofstr. 108, 19:30 Uhr


28.10.10, 48249 Dülmen, Familienbildungsstätte, Kirchgasse 2, 19:30 Uhr


04.11.10, 33330 Gütersloh, VHS, Hohenzollernstr. 43, 19:30 Uhr


09.11.10, 49124 Georgsmarienhütte, VHS-Akademie, Graf-Stauffenberg-Str. 19, 19:30 Uhr


11.11.10, 48155 Münster, Gesundheitshaus, Gasselstiege 13, 20:00 Uhr


03.11.10, 49324 Melle, VHS, Heinrich-Böll-Schule, Schürenkamp 14, 19:30 Uhr


18.11.10, 33829 Borgholzhausen, VHS im Bürgerhaus, Masch 2a, 19:30 Uhr



Weitere Vorträge „Hilfe bei Schimmel“:


02.12.10, 33803 Hasbergen, Schule am Roten Berg, Schulstr. 16, 19:30 Uhr


07.12.10, 48155 Münster, Gesundheitshaus, Gasselstiege 13, 20:00 Uhr


09.12.10, 49324 Melle, VHS, Heinrich-Böll-Schule, Schürenkamp 14, 19:30 Uhr


15.12.10, 49124 Georgsmarienhütte, VHS-Akademie, Graf-Stauffenberg-Str. 19, 19:30 Uhr



Aktuelle Termine und weitere Infos zum Thema auch hier.

Ist kein passender Ort für Sie dabei oder wünschen Sie mehr Infos? Ich komme auch gerne zu Ihnen in Vereine, zu Firmen - ein Anruf genügt! 02581-784635

Kurzinfo zum Vortrag:

Der Einfluss von Elektrosmog, Wasseradern und Erdstrahlen
Wussten Sie, dass an jedem zweiten Schlafraum eine höhere Elektrobelastung besteht als an einem Computerarbeitsplatz erlaubt wäre? Auch der Mobilfunk, schnurrlose Telefone und W-Lan wirken immer stärker in unsere Wohnwelt ein. Erfahren Sie mehr über die Arten, Ursachen und Auswirkungen der technischen, aber auch der natürlichen Störquellen: Elektrosmog und Erdstrahlen. Der Vortrag enthält viele praxisnahe Beispiele sowie Tipps zur Vorsorge und Sanierung. Erleben Sie selbst wie leicht Sie unter Stress und Spannung stehen können... (Kostenbeitrag je nach Ort bis zu 7 Euro).

Dienstag, August 17, 2010

Krebs durch Handy und Dect Telefone lt. Gerichtsurteil

Gerade mit Handys und Dect-Telefonen sollte man Vorsicht zeigen...

Zitat der Pressemeldung bei Chip online:

"Jetzt hat ein Gericht in Italien offiziell bestätigt, dass Handys bzw. DECT-Telefone (schnurlos) Krebs verursachen. Im konkreten Fall hatte ein Angestellter einer Versicherung geklagt, da sich bei ihm aufgrund täglicher, stundenlanger Telefonate mit DECT-Telefonen und Handys ein Gehirntumor gebildet hatte. Das Gericht hat der Klage entsprochen und vorgelegte, industriefinanzierte Gutachten des beklagten Arbeitgebers als nicht glaubwürdig ausgeschlossen.

Der Kläger erhält aufgrund des festgestellten Anspruchs nun 80 Prozent seiner vorherigen Bezüge als Invalidenrente monatlich ausbezahlt. Die Gerichtskosten sind außerdem vom Beklagten zu tragen."
siehe http://www.chip.de/news/Gerichtsurteil-Handys-verursachen-Krebs_44201950.html

Mehr zum Thema Elektrosmog:
http://www.schlafplatzanalyse.de/elektrosmog.html

Freitag, Juli 09, 2010

Baubiologie - Die Praxis erklärt im Video vom Baubiologen Holtrup


Was macht ein Baubiologe?
Was bietet ein Baubiologischer Berater und Sachverständiger?
Warum kann ein Baubiologe bei Schlafstörungen, Kopfschmerzen
oder geschwächten Immunsystem helfen?
Kann ein Haus krank machen?
Baubiologie-Holtrup berichtet im Video aus der Praxis…
Der neue Baubiologie Video Kanal bei YouTube…
http://www.youtube.com/user/BaubiologieHoltrup

Weitere Infos zur Baubiologie: http://www.baubiologie-holtrup.de

Dienstag, Juni 15, 2010

Die Umweltkrankheit MCS = Multiple Chemical Sensitivity

Wenn sich die Mediziner nicht darüber einigen können, wie eine Krankheit zu
diagnostizieren ist, bedeutet das nicht gleichermaßen, dass sie nicht existiert. Gerade bei Umwelterkrankungen der Moderne fehlt es der Schulmedizin bisweilen an den statistischen Kennzahlen. Beispiel: Chemikalienunverträglichkeiten, kurz MCS.

MCS steht für Multiple Chemical Sensitivity. Die Rede ist von einer chronischen Krankheit mit starken Unverträglichkeiten, ausgelöst beispielsweise durch Duftstoffe, Zigarettenrauch, Lösemittel oder Abgase. Ralf Holtrup, Baubiologe und Vorstandsmitglied bei Biolysa e.V.: „Auch nicht riechende oder nur langsam aus allen möglichen Produkten ausgasende Stoffe zählen zu den weit verbreiteten Ursachen der MCS. Die betroffenen Menschen leiden bereits unter niedrigsten Konzentrationen, bei denen gesunde Menschen üblicherweise keinerlei Reaktion zeigen.“ Es gebe zudem Verbindungen zum SBS (Sick-Building-Syndrom = „Krankes-Haus-Syndrom“), so Holtrup weiter. „Beim SBS leiden die Menschen unter den Ausgasungen von Baustoffen und Einrichtungsmaterialien. Und das gerade in neu errichteten oder renovierten Gebäuden.“ Wobei dieses Problem recht einfach lösbar sei, indem die Materialien ausgetauscht werden.

MCS, so Uwe Dippold, Baubiologe und Vorsitzender bei Biolysa e.V., sei in den USA seit 1992 und in Deutschland seit 1996 allgemein als Behinderung anerkannt. „Verschiedene Studien aus den USA gehen davon aus, dass in der Allgemeinbevölkerung inzwischen 15-30% der Menschen leicht bis mittelmäßig chemikalienintolerant sind.“
Symptome der MCS, so Dippold, sind eine Vielzahl unspezifischer Probleme wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Augenbrennen, Verlust an Merkfähigkeit, Schwindel, Haut- und Atemwegs-Probleme, Beschwerden am Bewegungsapparat, am Magen-Darm-Trakt, an Haut- und Schleimhäuten. Häufig sei auch eine Elektrosensibilität hiermit verbunden. Dippold: „Es gibt bisher kein wissenschaftlich belegtes Ursachen-Konzept.“ Chemikalien-Sensitivität könne daher durch eine einmalige hohe Konzentration oder durch chronische Aufnahme von Chemikalien im Niedrigdosisbereich ausgelöst werden.

Als anfängliche Auslöser der Erkrankung werden in erster Linie Pestizide, Lösemittel, Medikamente (z.B. Chemotherapie), Isocyanate (Hilfsmittel der Farben und Lack-Industrie) und Formaldehyde genannt. MCS trete, so Holtrup, häufiger bei Personen mit zusätzlichen chronischen Erkrankungen auf, die z.B. schon unter Asthma, Allergien, psychischen Störungen oder Depressionen leiden. Häufig betroffene Berufsgruppen sind unter anderem Maler, Chemiearbeiter, Krankenschwestern, Ärzte, Bauern und Bauarbeiter. Frauen sind im Allgemeinen stärker betroffen als Männer.

Der Alltag bringt die Probleme bereits mit sich: Oft können Patienten ganz normale Belastungen mit Chemikalien nicht vertragen. Duftstoffe in Parfüms, Seifen und Rasierwässern, die Ausdünstungen von Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen oder Desinfektionsmittel in Arztpraxen und Krankenhäusern machen den Patienten das Leben schwer. Diese chronische Erkrankung führe, so Holtrup, zu Konflikten in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz.
Was tun? „Bei der Diagnose können Umweltmediziner durch Umweltanamnesen oder Baubiologen durch Wohnraum-Anamnese und Raumluft-Messungen der Schadstoffbelastung in der Wohnung helfen“, rät der Experte Ralf Holtrup.

Die Fachleute von Biolysa empfehlen zur Vorsorge und Vermeidung von MCS einige praktische Hilfen: Lüften steht an erster Stelle, evtl. durch ein Lüftungssystem. Ferner sollten besorgte Menschen chemiehaltige Produkte wie Farben, Lacke, Lösemittel, Fleck- und Nagellackentferner, Reinigungsmittel, Kleber oder Insektizide meiden. Gleiches gelte für spezielle Duftöle. Filter von Klimaanlagen oder Luft- und Wasserfilter im Haus seien häufiger als sonst zu wechseln.

Holtrup: „Informieren Sie sich genau über die Inhaltsstoffe bei Anschaffung von Möbel- oder Kleidungsstücken, neuen Autos oder beim Bau eines Hauses. Und natürlich sind neue Textilien immer erst zu waschen, da sie oft Biozide und andere chemische Stoffe wie Weichmacher, optische Aufheller oder Duftstoffe enthalten.“ Bei der Körperpflege nutze er selbst lieber Naturkosmetik mit dem BDIH-Zeichen. Bei einem Verdacht auf Wohngifte könne man letztendlich sofort den Baubiologen einschalten.

Mehr Infos und Untersuchungen im Raum Münsterland unter www.baubiologie-holtrup.de
oder www.biolysa.de
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Weitere Infos für Betroffene:

Deutsche Gesellschaft MCS: www.dgmcs.de/
Klinik für Umwelterkrankungen: www.spezialklinik-neukirchen.de

Montag, Mai 10, 2010

Was ist die richtige Wärmedämmung?

Wachsendes Umweltbewusstsein und steigende Energiepreise führen seit Jahren zu mehr und mehr Energiesparmaßnahmen. Umbauten im Haus wollen allerdings gut durchdacht sein. Die Kernfrage für den Gebäudeinhaber: Welche Dämmung ist für mich die richtige?

Soll es eine Fassadendämmung, eine Innendämmung oder gar eine Hohlraumdämmung sein? Verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Materialien lassen grundsätzliche Fragen aufkommen. Ralf Holtrup, Sachverständiger für Baubiologie vom Verein Biolysa: „Bei der Außendämmung wird der Dämmstoff auf der Außenwand aufgebracht. Durch diese Art der Dämmung können Wärmebrücken am besten vermieden werden.“ Bekanntlich lassen sich aber nicht alle Häuser außen dämmen. Steht das Gebäude unter Denkmalschutz, muss oftmals das Fassadenbild gewahrt bleiben. Dann besteht die Möglichkeit, sich entweder für eine Innendämmung oder für eine Hohlraumdämmung zu entscheiden.

Eine Innendämmung sei eine bauphysikalische Herausforderung, gibt Bauberater Holtrup zu bedenken. Denn das Ziel der Innendämmung sei nicht die alleinige Verbesserung des U-Wertes (Wärmedurchgangskoeffizient, früher auch K-Wert genannt). Es müsse vielmehr die Gesamtkonstruktion unter Einbeziehung relevanter Größen wie beispielsweise der Wärmeleitwert und die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit berücksichtigt werden, um eine optimale Verbesserung des U-Wertes zu erreichen. Holtrup „Eine Innendämmung sollte vom Fachmann, also einem Energieberater, Architekten, Ingenieur oder Bauphysiker geplant und anschließend fachgerecht ausgeführt werden.“

Eine dritte Möglichkeit ist die nachträgliche Hohlraumdämmung. Bei dieser Methode wird in der Hohlschicht eines zweischaligen Mauerwerks die Dämmung eingebracht. Bei dieser Methode, so der Bauberater von Biolysa, sei sicher zu stellen, dass genügend Hohlraum vorhanden ist. Bezüglich der kritischen Betrachtung seien diffusionsoffene Dämmstoffe zu wählen. „Starke Unsicherheit“, so Ralf Holtrup, „herrscht bei der Entscheidung für den richtigen Dämmstoff. Durch geschickte Manipulationen in der Werbung werden immer neue Materialien angeboten.“ Bei der Wahl des richtigen Materials empfiehlt der Bauberater, grundsätzliche Kriterien zu berücksichtigen: Ein Dämmstoff solle neben einer guten Wärmedämmwirkung diffusionsfähig sein. Außerdem sei das Brandverhalten zu beachten.

„Mit der Abschirmung vor Wind und Kälte werden die Häuser immer dichter. Baubiologische Aspekte sind in diesem Zusammenhang immer interessanter und sollten beachtet werden. Durch den mangelnden Luftaustausch in den Gebäuden bleiben toxische Stoffe aus Tapeten, Möbeln, Farben oder Teppichen viel länger in der Raumluft“, ergänzt der Baubiologe aus Sassenberg.

Weitere Infos und baubiologische Beratung: Biolysa-Beratungsstelle Münsterland von Ralf Holtrup:
Tel. 02581-784635, www.baubiologie-holtrup.de Für andere Regionen: www.biolysa.de